Boeing-Chef Ortberg verdiente 2025 rund 9,4 Millionen Dollar
Trotz Krisenzeiten beim Flugzeugbauer erhielt CEO Kelly Ortberg ein üppiges Vergütungspaket.

Boeing-Chef Kelly Ortberg hat im Jahr 2025 eine Gesamtvergütung von rund 9,4 Millionen US-Dollar erhalten. Das geht aus dem am Freitag veröffentlichten Proxy-Statement des US-amerikanischen Flugzeugbauers hervor. Die Vergütung setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen.
Ortbergs Basisgehalt betrug 1,5 Millionen Dollar. Hinzu kamen Bonuszahlungen in Höhe von 3,9 Millionen Dollar sowie unverfallbare Aktienzuteilungen im gleichen Wert von 3,9 Millionen Dollar. Sonstige Leistungen wie Altersvorsorgebeiträge und die Nutzung von Firmenjets schlugen mit weiteren 650.000 Dollar zu Buche.
Millionenpaket trotz schwieriger Lage bei Boeing
Besonders bemerkenswert ist ein zusätzliches Aktienpaket im Wert von 17,5 Millionen Dollar, das Ortberg erhielt. Diese Aktien werden über einen Zeitraum von drei Jahren schrittweise unverfallbar – ein gängiges Instrument, um Führungskräfte langfristig an das Unternehmen zu binden. Damit liegt sein potenzielles Gesamtpaket deutlich über den ausgewiesenen 9,4 Millionen Dollar.
Ortberg übernahm die Boeing-Führung in einer turbulenten Phase für den Konzern. Der Hersteller kämpft seit Jahren mit Qualitätsproblemen, Produktionsverzögerungen und einem massiven Vertrauensverlust nach den 737-Max-Abstürzen. Für deutsche Anleger und Luftfahrtbeobachter ist Boeing auch deshalb relevant, weil der Konzern in direktem Wettbewerb mit dem europäischen Rivalen Airbus steht.
Lesen Sie alles zur aktuellen Aktie der Stunde
Erfahren Sie, worum es geht und warum sich ein genauer Blick jetzt lohnt.
Zur AktienanalyseProxy-Statements – auf Deutsch auch Vollmachtsunterlagen genannt – werden von börsennotierten US-Unternehmen jährlich veröffentlicht und enthalten unter anderem detaillierte Angaben zur Vergütung des Managements. Sie sind ein wichtiges Instrument der Unternehmenstransparenz für Aktionäre.


