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Boeing erwartet erstmals wieder positive Marge im Verkehrsflugzeuggeschäft

Nach Milliardenverlusten in den Vorjahren sieht Boeing-CFO Jay Malave die Trendwende für 2025 in Reichweite.

Boeing erwartet erstmals wieder positive Marge im Verkehrsflugzeuggeschäft

Boeing rechnet für seine Sparte für Verkehrsflugzeuge in diesem Jahr mit einer stabilen oder sogar positiven Marge. Das erklärte Finanzvorstand Jay Malave am Dienstag auf der Global Industrials Conference der Bank of America in Seattle. Es wäre ein bedeutender Wendepunkt für den angeschlagenen US-Flugzeugbauer.

Die Zahlen der Vorjahre verdeutlichen, wie gravierend die Lage war: Im Jahr 2024 schrieb die Verkehrsflugzeugsparte einen Verlust von 2,1 Milliarden US-Dollar. Im Jahr 2025 reduzierte sich das Minus zwar auf 632 Millionen Dollar, doch auch das bleibt ein erheblicher Verlustbeitrag für den Konzern.

Langer Weg zurück zur Profitabilität

Boeing kämpft seit Jahren mit Produktionsproblemen, Qualitätsmängeln und den Nachwirkungen der 737-Max-Krisen. Hinzu kamen Streiks und Lieferkettenprobleme, die den Konzern tief in die roten Zahlen trieben. Der Konzern musste zuletzt mehrfach seine Produktionsziele nach unten korrigieren.

Für deutsche Anleger und Investoren ist Boeing als einer der weltgrößten Flugzeugbauer ein wichtiger Gradmesser für die gesamte Luftfahrtindustrie. Der direkte Konkurrent Airbus mit Sitz in Toulouse profitierte zuletzt von Boeings Schwierigkeiten und konnte Marktanteile gewinnen. Eine Stabilisierung bei Boeing könnte den Wettbewerbsdruck auf Airbus mittelfristig wieder erhöhen.

Ob die angepeilte Trendwende tatsächlich gelingt, hängt maßgeblich davon ab, ob Boeing seine Produktionskapazitäten planmäßig hochfahren und die Qualitätsprobleme dauerhaft in den Griff bekommen kann. Analysten beobachten die Entwicklung der Auslieferungszahlen deshalb besonders genau.

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