BofA-Daten: Baumarkt-Ausgaben im April leicht rückläufig
Bank of America meldet gemischte Trends bei Kartenausgaben im April – Baumärkte verzeichnen ein Prozent Minus im Jahresvergleich.

Die Bank of America hat ihre aktuellen Kartenausgaben-Daten für den Monat April veröffentlicht. Die Zahlen zeigen ein gemischtes Bild im Sektor für Bauprodukte: Während die allgemeinen Haushaltsausgaben deutlich zulegten, gaben Verbraucher in Baumärkten etwas weniger aus als im Vorjahr.
Die gesamten Kartenausgaben pro Haushalt – gemessen an den aggregierten Kredit- und Debitkartendaten der Bank of America – stiegen im April um 4,8 % gegenüber dem Vorjahr. Auf saisonbereinigter Basis im Vergleich zum Vormonat erhöhten sich die Ausgaben pro Haushalt um 0,6 %. Damit zeigt sich der amerikanische Konsument insgesamt weiterhin ausgabefreudig.
Baumärkte unter Druck, Handwerker-Dienstleistungen im Plus
Die Ausgaben in Baumärkten, die als wichtiger Indikator für Do-it-yourself-Aktivitäten (DIY) gelten, gingen im April im Jahresvergleich um 1 % zurück. Im März hatte dieser Bereich noch ein Plus von 1 % im Jahresvergleich verbucht. Trotz des Rückgangs liegen die Ausgaben in Baumärkten noch immer 14 % über dem Niveau von April 2019 – ein Zeichen dafür, dass der DIY-Boom der vergangenen Jahre strukturelle Spuren hinterlassen hat.
Anders sieht es bei den wohnungsbezogenen Dienstleistungen aus, die als Indikator für professionelle Handwerkerleistungen dienen. Hier stiegen die Ausgaben im April um 4 % im Jahresvergleich und lagen sogar 59 % über dem Niveau von April 2019. Im März hatte das Wachstum in diesem Segment noch bei 7 % gelegen. Die Nachfrage nach professionellen Handwerkern bleibt damit auf einem historisch hohen Niveau.
Fünf von neun Kategorien mit Zuwächsen
Innerhalb der neun erfassten Kategorien für Bauprodukte verzeichneten im April fünf einen Anstieg im Jahresvergleich. Zu den Gewinnern zählten:
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Auf der Verliererseite standen hingegen die Bereiche Dachdeckerei, Bauholz, Bodenbelagsgeschäfte sowie Haushaltsgeräte, die allesamt Rückgänge im Jahresvergleich verzeichneten. Besonders auffällig ist der anhaltende Rückgang im Dachdeckerei-Segment: Dieser ist laut Bank of America auf einen Basiseffekt zurückzuführen. Ende 2024 und Anfang 2025 hatten starke Stürme die Nachfrage nach Dachdeckerleistungen außergewöhnlich stark angetrieben, was die Vergleichsbasis für das aktuelle Jahr entsprechend hoch ansetzt.
Die Daten der Bank of America gelten als verlässlicher Frühindikator für die Konsumstimmung in den USA, da sie auf dem tatsächlichen Ausgabeverhalten von Millionen von Karteninhabern basieren. Für den deutschen Markt sind diese Zahlen insofern relevant, als sie Rückschlüsse auf die Nachfrage nach Bauprodukten und -dienstleistungen in der weltgrößten Volkswirtschaft erlauben – und damit indirekt auch auf die Exportchancen europäischer Hersteller in diesem Segment.


