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BofA kürt Zalando zum Top-Pick: Diese Modeaktien überzeugen 2026

Bank of America Global Research setzt auf Online-Händler und warnt vor Value-Titeln im europäischen Modehandel. Zalando und Inditex führen die Favoritenliste an, während traditionelle Händler unter Margendruck leiden.

BofA kürt Zalando zum Top-Pick: Diese Modeaktien überzeugen 2026

Die Bank of America (BofA) Global Research hat ihre Favoriten im europäischen Modehandel für 2026 bekannt gegeben. Trotz einer kräftigen Bewertungserholung bleibe Selektivität entscheidend, da sich die fundamentale Lage im Sektor nicht verbessert habe. Das Analysehaus bevorzugt Unternehmen mit starker Online-Präsenz und sichtbarem Wachstum.

Zalando als klarer Favorit

Der deutsche Online-Modehändler Zalando führt die Liste als "Top Pick" an. Mit 100 Prozent Online-Umsatz sei das Unternehmen perfekt positioniert, um von der steigenden E-Commerce-Durchdringung in Europa zu profitieren. Diese lag Ende 2025 bei 24 Prozent und damit noch unter dem Höchststand von 2020/21. BofA prognostiziert für Zalando ein währungsbereinigtes Wachstum von 6 Prozent in 2025 und 6,3 Prozent in 2026.

Besonders in Deutschland zeige sich die Stärke des Online-Handels: In den ersten drei Quartalen 2025 wuchsen die Online-Bekleidungsumsätze um 4 Prozent, während der stationäre Handel um 1 Prozent schrumpfte. Diese strukturelle Verschiebung untermauere Zalandos strategische Ausrichtung.

Inditex bleibt Branchenprimus

Inditex, Mutterkonzern von Zara, wird als qualitativ hochwertiger Name mit konsistentem Wachstumsprofil eingestuft. Mit einem Anteil von 2,5 Prozent am weltweiten Bekleidungs- und Schuhmarkt im Wert von 1,6 Billionen Euro bleibt das spanische Unternehmen der größte globale Modehändler.

BofA schätzt für Inditex ein währungsbereinigtes Wachstum von 7 Prozent im Geschäftsjahr 2025/26, das sich auf 8,2 Prozent im Folgejahr beschleunigen soll – die höchste Wachstumsrate unter den beobachteten Unternehmen. Die geschätzte Kapitalrendite (ROCE) für 2026 soll die der Wettbewerber übertreffen, während die Bruttomargen stabil bei 58,1 Prozent bleiben dürften.

Next kämpft mit schwieriger Vergleichsbasis

Der britische Modehändler Next muss sich auf eine Wachstumsverlangsamung einstellen. BofA prognostiziert einen Rückgang des währungsbereinigten Wachstums von 10,3 Prozent im Geschäftsjahr 2025/26 auf 6,7 Prozent im Folgejahr. Trotz einer relativ hohen Online-Quote von 62 Prozent dürften die schwierigen Marktbedingungen in Großbritannien und Preisdruck die Dynamik belasten.

Britische Einzelhändler, einschließlich Next, werden voraussichtlich Einsparungen bei den Warenkosten in die Preisgestaltung reinvestieren müssen, was zu stabilen, aber nicht steigenden Bruttomargen führen dürfte.

H&M profitiert von Währungseffekten

H&M könnte zu den größten Profiteuren externer Margentreiber gehören, darunter positive Währungs- und Frachteffekte. BofA erwartet eine Verbesserung der Bruttomarge von 53,3 Prozent im Geschäftsjahr 2025/26 auf 54,4 Prozent im Folgejahr. Allerdings warnen die Analysten, dass diese Gewinne durch intensiven Wettbewerb wieder ausgeglichen werden könnten.

Fazit: Online schlägt stationär

Die BofA-Analyse unterstreicht die anhaltende Verschiebung vom stationären zum Online-Handel. Während reine Online-Player wie Zalando und Omnichannel-Champions wie Inditex profitieren, stehen traditionellere Händler unter zunehmendem Preis- und Margendruck. Für Anleger bedeutet dies: Selektivität wird 2026 wichtiger denn je.

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