BofA sieht EUR/USD bei 1,22 bis Ende 2026 – Dollar-Schwäche erwartet
Die Bank of America bekräftigt ihre bullische Euro-Prognose für 2026 und erwartet einen Anstieg auf 1,22 US-Dollar. Die erwartete Dollar-Schwäche soll sich jedoch erst nach dem ersten Quartal entfalten.

Die Bank of America (BofA) bleibt optimistisch für den Euro und prognostiziert einen deutlichen Anstieg gegenüber dem US-Dollar bis Ende 2026. In ihrer aktuellen Analyse sehen die Experten EUR/USD bei 1,22, was einem erheblichen Aufwärtspotenzial von den aktuellen Niveaus entspricht. Auch gegenüber anderen Währungen zeigt sich die Bank zuversichtlich: EUR/JPY wird bei 189 und EUR/GBP bei 0,84 erwartet.
Vorsicht im ersten Quartal
Trotz der positiven Jahresprognose mahnen die BofA-Analysten zur kurzfristigen Vorsicht. Der Großteil der erwarteten Dollar-Schwäche dürfte sich erst nach dem ersten Quartal 2026 materialisieren. Mehrere positive Katalysatoren – darunter sinkende US-Zinsen, chinesische Konjunkturmaßnahmen und die Auswirkungen der deutschen Fiskalpolitik – werden sich voraussichtlich nur allmählich entwickeln.
EZB-Geldpolitik im Fokus
Für die Europäische Zentralbank erwartet die BofA eine Zinssenkung im März 2026. Die Ökonomen halten zwei weitere Zinssenkungen in den kommenden 18 Monaten für wahrscheinlicher als eine Zinserhöhung. Diese geldpolitische Lockerung könnte die Wirtschaft der Eurozone stützen und mittelfristig zu positiven Überraschungen führen.
Höhere Realzinsen als Stütze
Die bullische Euro-Prognose wird durch die Erwartung höherer Realzinsen in der Eurozone gestützt. Im Vergleich zu Mitte 2025 sieht die Bank eine niedrigere Schwelle für positive europäische Wirtschaftsüberraschungen. Dies könnte die Gemeinschaftswährung über den Großteil des Jahres 2026 beflügeln.
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Zur AktienanalyseAusnahmen bei Pfund und skandinavischen Währungen
Einschränkend merkt die BofA an, dass der Euro nicht gegenüber allen Währungen zulegen dürfte. Ausnahmen bilden das Britische Pfund und die skandinavischen Währungen, gegenüber denen die Bank eine schwächere relative Performance erwartet. Die Prognose EUR/GBP bei 0,84 deutet auf eine fortgesetzte Stärke des Pfunds hin.


