BofA stuft Nomura auf „Buy" hoch und hebt Kursziel an
BofA Securities sieht bei Nomura Holdings nachhaltig verbesserte Ertragsqualität und einen überzeugenden ROE-Ausblick von rund 11 Prozent.

BofA Securities hat Nomura Holdings (TYO: 8604) von „Neutral" auf „Buy" hochgestuft und gleichzeitig das Kursziel von 1.490 Yen auf 1.650 Yen angehoben. Als Begründung nennt das US-amerikanische Brokerhaus ein nachhaltigeres Eigenkapitalrenditeprofil sowie eine verbesserte Ertragsqualität bei Japans größtem Wertpapierhaus. Die Hochstufung signalisiert wachsendes Vertrauen in die strategische Neuausrichtung des Konzerns.
Im Kern der Analyse steht die Überzeugung, dass Nomura eine bereinigte Eigenkapitalrendite (Return on Equity, ROE) von rund 11 Prozent dauerhaft aufrechterhalten kann. Nach Einschätzung der BofA rechtfertigt dieses Niveau einen höheren Bewertungsmultiplikator als bisher angesetzt. Für das erste Quartal schätzt die Bank die annualisierte Eigenkapitalrendite auf 11,6 Prozent – beziehungsweise 10,8 Prozent ohne Einmalgewinne.
Starkes erstes Quartal erwartet
Für das erste Quartal prognostiziert BofA Securities einen Nettogewinn von 108,2 Milliarden Yen – ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorquartal. Unterstützt werde dieses Ergebnis durch eine Erholung des At-Equity-Ergebnisses, höhere Handelseinnahmen sowie das Wegfallen mehrerer Einmalbelastungen, die das vierte Quartal noch belastet hatten. Sollte diese Prognose zutreffen, wäre es das dritte Quartal in Folge, in dem der bereinigte ROE um die Marke von 11 Prozent schwankt.
Ein zentrales Argument der BofA ist die zunehmend strukturelle Verbesserung der Einnahmequalität bei Nomura. Während Investmentbanken traditionell stark von volatilen Handelseinnahmen abhängig sind, stützt sich Nomuras Wachstum laut BofA immer stärker auf wiederkehrende Einnahmequellen. Dazu zählen vermögensbasierte Gebühren, das Wealth-Management-Geschäft sowie das Investmentbanking – Bereiche, die stabilere und besser planbare Erträge liefern.
Erhöhte Gewinnprognosen und attraktive Dividende
BofA hat im Zuge der Hochstufung auch ihre Gewinnprognosen je Aktie für die Geschäftsjahre 2027 bis 2029 angehoben. Dies spiegelt die Erwartung stärkerer Handels- und Asset-Management-Erträge in den kommenden Jahren wider. Die revidierten Schätzungen unterstreichen, dass das Brokerhaus Nomuras Wachstumsstory als langfristig und strukturell fundiert bewertet.
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Zur AktienanalyseFür Einkommensorientierte Anleger könnte zudem die Dividendenpolitik interessant sein. BofA geht davon aus, dass die Dividende für das erste Halbjahr 31 Yen pro Aktie erreichen könnte – vorausgesetzt, die Ergebnisse des ersten Quartals entsprechen den Erwartungen. Die damit verbundene Dividendenrendite bleibe trotz der jüngsten Kursrallye im Vergleich zu vielen Wettbewerbern aus der Versicherungsbranche attraktiv.
Darüber hinaus erwartet BofA, dass Nomura im weiteren Verlauf des laufenden Geschäftsjahres ein weiteres Aktienrückkaufprogramm ankündigen wird – allerdings nicht zeitgleich mit der Veröffentlichung der Quartalsergebnisse. Aktienrückkäufe gelten als weiteres Signal für das Vertrauen des Managements in die eigene Ertragskraft und können den Aktienkurs zusätzlich stützen. Für deutsche Anleger, die in japanische Finanzwerte investieren möchten, rückt Nomura damit als interessanter Kandidat in den Fokus.


