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BofA-Umfrage: Fondsmanager setzen auf Taiwan und Korea

Asiatische Investoren favorisieren laut Bank of America weiterhin Japan, Taiwan und Südkorea. Indien verliert hingegen an Attraktivität – Handelsunsicherheiten mit den USA belasten.

BofA-Umfrage: Fondsmanager setzen auf Taiwan und Korea

Asiatische Fondsmanager zeigen sich optimistisch für die Märkte in Japan, Taiwan und Südkorea, während sie ihre Positionen in Indien reduzieren. Dies geht aus der Januar-Umfrage der Bank of America (BofA) hervor, an der 227 Investoren mit einem verwalteten Vermögen von 575 Milliarden US-Dollar teilnahmen.

Halbleiter und KI treiben Optimismus

Der Hauptgrund für die bullische Haltung liegt in den positiven Erwartungen für den Halbleiterzyklus und Investitionen in künstliche Intelligenz. Besonders südkoreanische und taiwanesische Unternehmen dürften von dieser Entwicklung profitieren. Die Stärke im Chip-Sektor spiegelt sich bereits in den Märkten wider: Südkoreas KOSPI legte 2025 um beeindruckende 75 Prozent zu und überflügelte damit alle asiatischen Konkurrenten.

Taiwans Taiwan Weighted und Japans Nikkei 225 verzeichneten jeweils Zuwächse von rund 26 Prozent. Im Vergleich dazu stieg Indiens Nifty 50 um 20 Prozent.

Japan bleibt Top-Favorit

Japan behauptet seine Position als meistfavorisierter Markt der Umfrage. Im Fokus steht die neue Premierministerin Sanae Takaichi mit ihren Plänen für höhere Staatsausgaben und Steuersenkungen. Die Bank of Japan spielt für Investoren derzeit eine untergeordnete Rolle – die meisten erwarten die nächste Zinserhöhung erst im Juni 2026.

Halbleiter, KI und Banken bleiben die bevorzugten Sektoren am japanischen Markt.

China gewinnt an Zuversicht

Auch die Stimmung gegenüber China verbessert sich. Die BofA stellt fest, dass "die langfristige strukturelle Erzählung nicht länger durchweg düster ist und die Risikobereitschaft der Haushalte allmählich wieder zunimmt." KI und Halbleiter dominieren auch hier als Investmentthemen.

Die Erwartungen für das globale Wachstum erreichten laut BofA den höchsten Stand seit Oktober 2021. Investoren gehen davon aus, dass die meisten asiatischen Zentralbanken ihre lockere Geldpolitik fortsetzen werden.

Indien fällt zurück

Gegenteilig entwickelt sich die Stimmung für Indien. Fondsmanager stuften den Markt auf "untergewichtet" herab – eine Kehrtwende gegenüber dem Vormonat. Hauptgrund ist die wachsende Unsicherheit über ein mögliches Handelsabkommen zwischen Neu-Delhi und Washington.

Obwohl beide Seiten Verhandlungen führen, gibt es keine konkreten Signale für einen baldigen Abschluss. Indien unterliegt weiterhin einem Zoll von 50 Prozent auf Exporte in die USA, was das Wirtschaftswachstum in den vergangenen Quartalen belastete. Die fortgesetzten Käufe von russischem Öl bleiben ein Streitpunkt mit Washington.

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