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Bombardier steigert Umsatz um 19% durch höhere Jet-Auslieferungen

Kanadischer Business-Jet-Hersteller profitiert von starker Nachfrage wohlhabender Käufer und zollfreiem US-Zugang.

Bombardier steigert Umsatz um 19% durch höhere Jet-Auslieferungen

Der kanadische Flugzeughersteller Bombardier hat im vierten Quartal 2025 einen deutlichen Umsatzanstieg verzeichnet. Das Unternehmen aus Montreal steigerte seine Erlöse um fast 19 Prozent auf 3,69 Milliarden US-Dollar, getrieben durch höhere Auslieferungszahlen von Business-Jets. Im Berichtszeitraum lieferte Bombardier 64 Maschinen aus, verglichen mit 57 Flugzeugen im Vorjahreszeitraum.

Besonders profitierte das Unternehmen von der anhaltend starken Nachfrage vermögender Privatkunden sowie vom zollfreien Zugang zum US-Markt. Das Handelsabkommen USMCA zwischen den USA, Mexiko und Kanada ermöglicht weiterhin die abgabenfreie Lieferung in den weltweit größten Markt für private Luftfahrt. Dies erwies sich trotz der politischen Handelsspannungen zwischen Washington und Ottawa als entscheidender Vorteil.

Der bereinigte Quartalsgewinn übertraf mit 4,80 US-Dollar je Aktie die Analystenerwartungen deutlich. Experten hatten laut LSEG im Durchschnitt nur mit 3,40 Dollar gerechnet. Im Vorjahr hatte der Gewinn pro Aktie noch bei 3,01 Dollar gelegen. Der freie Cashflow, eine Schlüsselkennzahl für Flugzeughersteller, kletterte im Gesamtjahr 2025 auf 1,07 Milliarden Dollar von zuvor 840 Millionen Dollar.

Optimistische Prognose für 2026

Für das laufende Jahr zeigt sich Bombardier zuversichtlich. Das Management prognostiziert einen Umsatz von mehr als 10 Milliarden Dollar und einen freien Cashflow zwischen 600 Millionen und einer Milliarde Dollar. Die Auslieferungen sollen auf über 157 Flugzeuge steigen. Die Auftragseingänge lagen 2025 beim 1,4-fachen des Umsatzes, was die robuste Nachfrage über das gesamte Produktportfolio unterstreicht.

Die höheren Kundenanzahlungen aus Neuaufträgen und die gestiegenen Auslieferungen spiegeln sich direkt in der verbesserten Liquiditätssituation wider. Dies verschafft dem Unternehmen finanziellen Spielraum für weitere Investitionen und Entwicklungsprojekte im Bereich der Business-Aviation.

Zollrisiken durch Trump-Drohungen

Trotz der positiven Geschäftsentwicklung schwebt ein politisches Risiko über dem Unternehmen. US-Präsident Donald Trump bezeichnete das USMCA-Abkommen kürzlich als "irrelevant" für die Vereinigten Staaten. Das Handelsabkommen steht noch in diesem Jahr zur Überprüfung an, was Unsicherheit für Bombardiers wichtigsten Absatzmarkt schafft.

Zusätzlich drohte Trump Anfang des Jahres damit, die Zulassung für Bombardiers Global-Jets mit großer Kabine zu entziehen. Zudem kündigte er Importzölle von 50 Prozent auf alle in Kanada produzierten Flugzeuge an, sollte die kanadische Luftfahrtbehörde Transport Canada nicht eine Reihe von Jets des US-Konkurrenten Gulfstream zertifizieren. Der Leiter der US-Luftfahrtbehörde FAA erklärte am Dienstag jedoch, er erwarte eine baldige Lösung, da Transport Canada kurz vor der Zertifizierung der Gulfstream-Maschinen stehe.

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