Botswana verhandelt über Diamanten-Deal mit De Beers
Präsident Boko strebt rasche Einigung und höhere Anteile für sein Land an

Botswanas neuer Präsident Duma Boko äußerte sich optimistisch über eine bevorstehende Einigung mit dem Bergbaukonzern De Beers bezüglich eines lang erwarteten Diamantenverkaufsabkommens. In einem Interview beim Weltwirtschaftsforum in Davos erklärte Boko, dass sein Land und De Beers in den meisten Punkten übereinstimmen und lediglich letzte Details geklärt werden müssten. Er hoffe, dass die Unterzeichnung bereits am nächsten Tag erfolgen könne.
Botswana ist der weltweit führende Diamantenproduzent nach Wert und hatte bereits im Jahr 2023 unter der vorherigen Regierung eine neue Verkaufsvereinbarung mit De Beers ausgehandelt. Diese wurde jedoch nicht finalisiert. Mit dem überraschenden Wahlsieg von Boko im vergangenen Jahr endete die fast sechzigjährige Regierungszeit der bisher dominierenden Partei des Landes. Unter der neuen Führung verfolgt Botswana das Ziel, seinen Anteil an den Rohdiamanten aus dem Gemeinschaftsunternehmen mit De Beers zu erhöhen.
Das südafrikanische Bergbauunternehmen Anglo American, zu dem De Beers gehört, plant im Rahmen einer umfassenden Umstrukturierung den Verkauf von Geschäftsbereichen. In diesem Zusammenhang bekräftigte Boko das Interesse Botswanas an einer Aufstockung seines Anteils an De Beers, der derzeit bei 15 Prozent liegt. Eine mögliche Erhöhung dieser Beteiligung sei jedoch noch Gegenstand weiterer Verhandlungen.
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Zur AktienanalyseDie Wirtschaft Botswanas ist stark von der Diamantenindustrie abhängig. Aufgrund eines deutlichen Abschwungs auf dem globalen Diamantenmarkt wird für das vergangene Jahr eine wirtschaftliche Kontraktion erwartet. Regierungsvertreter äußerten jedoch die Hoffnung, dass sich die Wirtschaftslage in diesem Jahr wieder erholen werde.


