BP erwartet höhere Förderung im dritten Quartal
Schwächeres Ölhandelsergebnis und stabile Verschuldung prägen die Zwischenbilanz

Der britische Energiekonzern BP rechnet im dritten Quartal mit einer höheren Förderung im Bereich Exploration und Produktion als im Vorquartal. In einem aktuellen Zwischenbericht teilte das Unternehmen mit, dass die Produktion über dem Niveau des zweiten Quartals liegen werde, in dem rund 2,3 Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag gefördert wurden. Zugleich kündigte BP an, dass das Ergebnis aus dem Ölhandel schwächer ausfallen dürfte. Die vollständigen Quartalsergebnisse sollen am 4. November veröffentlicht werden.
Der Konzern hatte zuvor eine leicht niedrigere Produktion prognostiziert, korrigierte diese Erwartung nun jedoch nach oben. Als wesentlichen Rahmenfaktor nannte BP die Entwicklung der internationalen Rohölpreise. Der Durchschnittspreis für Brent-Rohöl lag im dritten Quartal bei 69,13 US-Dollar pro Barrel und damit leicht über den 67,88 US-Dollar des Vorquartals. Trotz des höheren Preisniveaus blieb die Handelsergebnislage im Ölgeschäft hinter den Erwartungen zurück.
Im Bereich Gas und erneuerbare Energien rechnet BP mit einem Rückgang der erzielten Preise um rund 100 Millionen US-Dollar im Vergleich zu den drei Monaten zuvor. Das Unternehmen verwies dabei auf die gesunkenen Gaspreise in den USA, wo der Durchschnittspreis im dritten Quartal bei 3,07 US-Dollar pro Million British Thermal Units lag – nach 3,44 US-Dollar im zweiten Quartal. Das Gas-Handelsergebnis bezeichnete BP insgesamt als durchschnittlich.
Im Raffineriegeschäft erwartet der Konzern eine deutliche Verbesserung der Margen. Der sogenannte Refining Indicator Margin soll im dritten Quartal bei 15,8 US-Dollar pro Barrel liegen, nach 11,9 US-Dollar im vorangegangenen Zeitraum. Diese Entwicklung dürfte das Ergebnis laut BP um 300 bis 400 Millionen US-Dollar verbessern. Gleichzeitig werden jedoch zusätzliche Kosten für regulatorische Auflagen sowie die Folgen eines ungeplanten Ausfalls der Whiting-Raffinerie in den USA, die von Überschwemmungen betroffen war, einen Teil der positiven Effekte kompensieren.
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Zur AktienanalyseDie Nettoverschuldung des Unternehmens wird nach Angaben von BP weitgehend unverändert bleiben und damit in etwa auf dem Niveau des Vorquartals von 26 Milliarden US-Dollar verharren. Weitere Details zur finanziellen Entwicklung sollen mit der Veröffentlichung des vollständigen Quartalsberichts folgen. Der Konzern äußerte sich nicht zu möglichen Auswirkungen der schwächeren Handelsaktivitäten auf seine Gewinnprognosen, betonte jedoch, dass die strukturelle Erholung im Raffineriegeschäft die Gesamtergebnisse stützen dürfte.


