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BP-Ex-Chairman Manifold weist Vorwürfe des Fehlverhaltens zurück

Albert Manifold bestreitet die Darstellung von BP und kündigt an, die Begründung seiner überraschenden Entlassung anzufechten.

BP-Ex-Chairman Manifold weist Vorwürfe des Fehlverhaltens zurück

Der ehemalige Chairman von BP Plc, Albert Manifold, hat die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurückgewiesen. Nach eigenen Angaben wurde er ohne Vorwarnung und ohne Begründung aus seinem Amt entlassen. Nun kündigte er an, die offizielle Darstellung des britischen Ölkonzerns aktiv anzufechten.

BP hatte Manifold am Dienstag nach lediglich acht Monaten im Amt abgesetzt. Als Begründung nannte das Unternehmen „schwerwiegende Bedenken" im Zusammenhang mit „Governance-Standards, Aufsicht und Verhalten". Weitere Details ließ BP in seiner offiziellen Mitteilung offen.

Anonyme Quellen erheben schwere Vorwürfe

Personen aus dem Umfeld von BP, die anonym bleiben wollten, schilderten gegenüber Bloomberg jedoch konkretere Vorwürfe. Demnach soll Manifold aggressives Verhalten gegenüber Mitarbeitern gezeigt haben. Zudem werden ihm der unsachgemäße Umgang mit sensiblen Informationen sowie Versuche vorgeworfen, den Verwaltungsrat zu umgehen.

Manifold selbst widerspricht dieser Darstellung entschieden. Dass er nach eigenen Angaben weder eine Vorwarnung noch eine Begründung für seine Entlassung erhalten hat, steht im direkten Widerspruch zu den von BP kommunizierten „schwerwiegenden Bedenken". Die Ankündigung, die Darstellung des Unternehmens anzufechten, deutet auf einen möglichen rechtlichen oder öffentlichen Konflikt zwischen Manifold und BP hin.

Führungskrise beim britischen Ölriesen

Der Fall verschärft die ohnehin angespannte Lage rund um die Führung von BP. Der Konzern, einer der größten integrierten Ölkonzerne der Welt, steht bereits seit geraumer Zeit unter Druck – sowohl durch den Umbau seines Geschäftsmodells in Richtung erneuerbarer Energien als auch durch volatile Rohstoffpreise und den Erwartungsdruck der Aktionäre.

Ein Chairman, der nach nur acht Monaten im Amt unter derart unklaren Umständen abgesetzt wird, sendet ein beunruhigendes Signal an Investoren und Märkte. Die fehlende Transparenz in der offiziellen Kommunikation von BP dürfte die Unsicherheit zusätzlich verstärken. Für Anleger stellt sich nun die Frage, wie stabil die Führungsstruktur des Konzerns tatsächlich ist.

Die Auseinandersetzung zwischen Manifold und BP ist damit noch nicht beendet. Sollte Manifold seine Ankündigung wahrmachen und die Unternehmensdarstellung öffentlich oder rechtlich anfechten, könnte dies zu weiteren Enthüllungen und anhaltender Unruhe an der Unternehmensspitze führen. Beobachter werden die weiteren Entwicklungen genau verfolgen.

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