Brasilianischer Bovespa schließt schwächer mit Minus von 0,21 Prozent
Verluste in Konsumgütern, Versorgern und Finanzwerten belasteten den brasilianischen Leitindex am Freitag spürbar.

Die brasilianischen Aktienmärkte haben den Freitagshandel im Minus beendet. Der Bovespa, der wichtigste Aktienindex der Börse B3 in São Paulo, verlor 0,21 Prozent. Belastet wurde der Index vor allem durch Schwäche in den Sektoren Konsumgüter, Versorger und Finanzwerte.
An der Börse B3 überwogen die Kursgewinner die Verlierer mit 486 zu 444, während 30 Titel unverändert aus dem Handel gingen. Das Marktbild war damit gespalten, auch wenn der Gesamtindex leicht nachgab. Der CBOE Brazil ETF Volatility, der die implizite Volatilität von Bovespa-Optionen misst, sank um 1,72 Prozent auf 32,01 – ein Zeichen für etwas nachlassende Nervosität am Markt.
Gewinner des Tages: Grupo Vamos, Embraer und Porto Seguro
Zu den stärksten Titeln der Sitzung zählte Grupo Vamos SA (VAMO3), die um 3,06 Prozent oder 0,09 Punkte auf 3,00 stiegen. Der brasilianische Flugzeugbauer Embraer SA (EMBJ3) legte um 2,32 Prozent oder 1,65 Punkte zu und schloss bei 72,78. Porto Seguro SA (PSSA3) gewann im späten Handel 1,98 Prozent bzw. 0,98 Punkte und beendete den Tag bei 50,35.
Diese drei Titel setzten sich damit klar vom schwächelnden Gesamtmarkt ab und zeigten, dass selektive Kaufbereitschaft der Investoren durchaus vorhanden war. Embraer gilt als einer der weltweit führenden Hersteller von Regionalflugzeugen und ist ein wichtiger Vertreter des brasilianischen Industriesektors.
Verlierer: Braskem, Cogna Educacao und SLC Agricola unter Druck
Auf der Verliererseite fiel Braskem SA (BRKM5) am deutlichsten: Der Petrochemiekonzern verlor 6,67 Prozent oder 0,65 Punkte und wurde bei 9,16 gehandelt. Cogna Educacao SA (COGN3), ein Bildungsunternehmen, verzeichnete ein Minus von 4,49 Prozent bzw. 0,11 Punkten und schloss bei 2,35. SLC Agricola SA (SLCE3) gab um 2,93 Prozent oder 0,43 Punkte auf 14,27 nach.
Besonders der starke Rückgang bei Braskem fiel ins Gewicht. Das Unternehmen ist einer der größten Petrochemiekonzerne Lateinamerikas und reagiert sensibel auf Schwankungen bei Rohölpreisen und globaler Nachfrage.
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Zur AktienanalyseRohstoffe und Währungen im Überblick
Im Rohstoffhandel zeigte sich ein gemischtes Bild. Gold-Futures für die August-Lieferung stiegen kräftig um 2,96 Prozent oder 121,65 US-Dollar auf 4.235,65 Dollar pro Feinunze – ein deutliches Zeichen für erhöhte Nachfrage nach sicheren Häfen. Rohöl für die Juli-Lieferung hingegen fiel um 3,93 Prozent oder 3,45 Dollar auf 84,26 Dollar pro Barrel. Der US-Kaffee-C-Kontrakt für Juli stieg um 1,42 Prozent oder 3,60 auf 257,55 Dollar.
Beim Währungspaar USD/BRL notierte der brasilianische Real 0,64 Prozent fester gegenüber dem US-Dollar bei 5,06. Das Währungspaar EUR/BRL fiel um 0,76 Prozent auf 5,88. Der US-Dollar-Index-Future sank leicht um 0,05 Prozent auf 99,80. Die Stärke des Real gegenüber dem Dollar deutet auf eine gewisse Stabilisierung der brasilianischen Währung hin, die in den vergangenen Monaten unter Druck gestanden hatte.


