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Brasilianischer Instantkaffee von US-Zöllen in Höhe von 25% befreit

Die Befreiung schützt brasilianische Kaffeeexporte in die USA im Wert von bis zu 2,5 Milliarden Dollar jährlich.

Brasilianischer Instantkaffee von US-Zöllen in Höhe von 25% befreit

Brasilianischer Instantkaffee ist von einem neuen US-Zolltarif in Höhe von 25% auf brasilianische Importe befreit worden. Das teilte der brasilianische Kaffeexporteurverband Cecafe mit. Die Entscheidung schützt laut Cecafe jährliche brasilianische Kaffeeexporte in die Vereinigten Staaten im Wert von zwei bis 2,5 Milliarden US-Dollar.

Instantkaffee war bislang weiterhin US-Zöllen unterworfen, obwohl die Regierung von Präsident Donald Trump im vergangenen Jahr die Abgaben auf die meisten brasilianischen Produkte aufgehoben hatte. Davon ausgenommen waren unter anderem Rohkaffeebohnen und aromatisierte Instantkaffee-Varianten, die bereits früher von den Zöllen befreit worden waren. Für reinen Instantkaffee galt diese Ausnahme hingegen zunächst nicht.

Einbruch der Exporte um fast 30 Prozent

Die Folgen des Zolldrucks waren für die brasilianische Instantkaffee-Industrie spürbar. Die brasilianischen Instantkaffee-Exporte in die USA fielen im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr um fast 30 Prozent, wie der brasilianische Verband der Instantkaffee-Industrie (Abics) mitteilte. Dieser deutliche Rückgang verdeutlicht, wie stark Handelsbarrieren den Warenfluss zwischen zwei der weltweit bedeutendsten Kaffeeländer beeinflussen können.

Brasilien ist der größte Kaffeeproduzent der Welt und die USA gehören zu den wichtigsten Absatzmärkten für brasilianischen Kaffee. Der Instantkaffee-Sektor ist dabei ein bedeutendes Segment, da er verarbeitete Produkte mit höherer Wertschöpfung umfasst als der bloße Export von Rohkaffeebohnen.

Ergebnis gemeinsamer Lobbyarbeit

Die Befreiung sei das Ergebnis der Bemühungen von Cecafe und der U.S. National Coffee Association, erklärte Marcos Matos, Generaldirektor von Cecafe. Die Zusammenarbeit zwischen brasilianischen und amerikanischen Branchenverbänden zeigt, wie Industrieorganisationen auf beiden Seiten des Atlantiks gemeinsam auf handelspolitische Entscheidungen einwirken können.

Für deutsche Anleger und Beobachter des globalen Rohstoffmarktes ist die Entwicklung ein weiteres Beispiel dafür, wie die US-Handelspolitik unter Präsident Trump direkte Auswirkungen auf internationale Lieferketten und Exportvolumina hat. Zölle und deren Befreiungen können ganze Branchen innerhalb kurzer Zeit erheblich unter Druck setzen oder entlasten. Die nun erzielte Einigung dürfte die brasilianische Instantkaffee-Industrie stabilisieren und den Exportrückgang mittelfristig umkehren.

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