Brent-Markt signalisiert Angebotsengpässe und Preissteigerungen
Rückgang der OPEC-Produktion und Sanktionen treiben die Backwardation voran

Die Struktur des Brent-Rohöl-Futures-Marktes hat sich am Mittwoch auf das engste Niveau seit August 2024 entwickelt, was auf Bedenken hinsichtlich einer Verknappung des Angebots sowie auf Erwartungen einer wieder ansteigenden Nachfrage aus China hinweist. Der Aufschlag des vorderen Brent-Kontrakts gegenüber dem sechsmonatigen Kontrakt stieg auf 3,05 US-Dollar pro Barrel, der höchste Stand seit Ende August. Dieser Aufschlag hat sich seit Jahresbeginn um über 50 % erhöht.
Die Rohölproduktion der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ging im Dezember zurück, was teilweise auf Verluste im Iran zurückzuführen ist, wie eine Umfrage von Reuters ergab. Analysten führen die steigenden Preise zudem auf Bedenken hinsichtlich einer Verknappung der Lieferungen aus Iran und Russland infolge von Sanktionen zurück. Laut Tamas Varga von PVM, einem Öl-Broker, deutet dies darauf hin, dass die Sanktionen Wirkung zeigen könnten und die rückläufigen Exporte aus Russland und dem Iran die Marktstruktur stützen.
Eine Vergrößerung des Aufschlags, auch als Backwardation bekannt, signalisiert üblicherweise die Wahrnehmung einer engeren Angebotslage. Im Gegensatz dazu deutet die entgegengesetzte Struktur, bei der die Preise für spätere Lieferungen höher liegen, auf ein ausreichendes Angebot hin und wird als Contango bezeichnet. Laut Varga spiegelt die tiefere Backwardation im Brent-Markt klar die angespanntere Situation wider.
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Zur AktienanalyseEin weiteres Zeichen für die Verknappung zeigt sich in der Entwicklung des Aufschlags des ersten Brent-Kontrakts gegenüber dem zweiten. Dieser hat sich in diesem Jahr nahezu verdoppelt, von 40 Cent pro Barrel am 31. Dezember auf bis zu 75 Cent am Mittwoch.


