Briefporto soll 2025 deutlich teurer werden
Auch DHL-Pakete könnten steigen – Bundesnetzagentur genehmigt Preiserhöhungen

Das Briefporto in Deutschland wird Anfang 2025 voraussichtlich steigen. Die Bundesnetzagentur hat der Deutschen Post eine Preisanhebung von etwa 10,5 Prozent im Bereich der Briefsendungen genehmigt. Dies betrifft unter anderem den Standardbrief, der derzeit 85 Cent kostet. Branchenexperten gehen davon aus, dass der Preis auf 95 Cent ansteigen könnte. Eine endgültige Entscheidung über die Höhe der Portokosten liegt jedoch bei der Deutschen Post. Die Bundesregierung strebt an, dass das Porto für einen Standardbrief die Grenze von einem Euro nicht überschreiten soll. Die neuen Preise werden voraussichtlich Ende des Jahres von der Bundesnetzagentur genehmigt und sollen für zwei Jahre gelten.
Die Hauptursache für die Preiserhöhung sind gestiegene Zustellkosten. Als Universaldienstleister ist die Deutsche Post verpflichtet, Briefe in ganz Deutschland zuzustellen, auch in abgelegene Gegenden. Dadurch entstehen dem Unternehmen höhere Kosten, da Zusteller zum Beispiel auch abgelegene Höfe erreichen müssen. Im letzten Jahr hat sich der Preis für Briefsendungen bereits um 4,6 Prozent erhöht.
Neben Briefsendungen könnten auch Pakete für Privatkunden teurer werden. Die DHL Group, die im inländischen Briefgeschäft als Deutsche Post auftritt, hat ebenfalls die Möglichkeit, die Preise anzuheben. Die Bundesnetzagentur hat in diesem Bereich einen Preiserhöhungsspielraum von etwa 7,2 Prozent eingeräumt. Wann genau diese Preisanpassungen für Paketsendungen erfolgen werden, ist noch unklar. Im Gegensatz zum Briefgeschäft, in dem die Deutsche Post eine führende Stellung einnimmt, gibt es im Paketgeschäft stärkere Konkurrenz.
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Zur AktienanalyseDie Deutsche Post befördert seit Jahren immer weniger Briefe, was vor allem der zunehmenden Digitalisierung und dem verstärkten Einsatz von E-Mails und Chats geschuldet ist. Im Jahr 2023 wurden nach Angaben des Unternehmens etwa 5,9 Milliarden Briefe befördert, was einem Rückgang von rund einem Drittel im Vergleich zu vor zehn Jahren entspricht. Im Gegensatz dazu ist die Nachfrage nach Paketsendungen stark gestiegen. 2023 hat DHL etwa 1,7 Milliarden Pakete in Deutschland zugestellt, was einem Zuwachs von etwa zwei Dritteln im Vergleich zu 2013 entspricht. Der Anstieg ist vor allem auf das wachsende Online-Shopping zurückzuführen.


