Britische Hauspreise: Schwächeres Wachstum durch ausbleibende Zinssenkungen
Analysten revidieren ihre Prognosen für den britischen Immobilienmarkt nach unten – die Bank of England dürfte die Zinsen länger hochhalten.

Die britischen Hauspreise werden 2025 langsamer steigen als bisher erwartet. Das zeigt eine aktuelle Reuters-Umfrage unter 17 Immobilienanalysten, die zwischen dem 27. Februar und dem 18. März durchgeführt wurde. Als Hauptgrund nennen die Experten gesunkene Erwartungen an baldige Zinssenkungen der Bank of England (BoE).
Der durchschnittliche Eigenheimpreis soll in diesem Jahr um lediglich 2,5 Prozent zulegen. Für die beiden Folgejahre erwarten die Analysten jeweils ein Plus von 3,0 Prozent. Diese Zahlen liegen deutlich unter den Prognosen aus der Dezember-Umfrage, die noch ein Wachstum von 2,8 Prozent für 2026 und 3,3 Prozent für 2027 vorhergesagt hatte.
Nahost-Konflikt bremst Zinssenkungshoffnungen
Der Ausbruch des Krieges im Nahen Osten hat die Inflationserwartungen weltweit beeinflusst und damit auch die Geldpolitik der britischen Notenbank unter Druck gesetzt. Die BoE steht vor dem Dilemma, zwischen Inflationsbekämpfung und wirtschaftlicher Unterstützung abwägen zu müssen. Solange die Zinsen auf erhöhtem Niveau verbleiben, bleibt die Nachfrage nach Immobilienkrediten gedämpft.
Für deutsche Anleger und Investoren mit Interesse am britischen Immobilienmarkt ist diese Entwicklung relevant: Höhere Zinsen verteuern die Finanzierung von Immobilien und bremsen damit den Preisauftrieb. Gleichzeitig bleibt das strukturelle Angebotsproblem in Großbritannien bestehen – zu wenige Neubauten treffen auf eine anhaltend hohe Nachfrage.
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Zur AktienanalyseMarktausblick bleibt verhalten positiv
Trotz der gedämpften Erwartungen prognostizieren die Analysten weiterhin positive Preisentwicklungen – wenn auch auf niedrigerem Niveau als zuvor angenommen. Ein Preisrückgang wie in den Jahren 2023 und 2024 gilt derzeit als unwahrscheinlich. Entscheidend für die weitere Entwicklung dürfte der Zeitpunkt sein, zu dem die Bank of England ihren Zinssenkungszyklus tatsächlich einleitet.

