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Britische Immobilienpreise steigen im Mai stärker als üblich

Rightmove meldet ein Monatsplus von 1,2 Prozent – trotz globaler Unsicherheit bleibt der britische Immobilienmarkt robust.

Britische Immobilienpreise steigen im Mai stärker als üblich

Die Angebotspreise für britische Immobilien sind im Mai überdurchschnittlich stark gestiegen. Das Immobilienportal Rightmove meldete am Montag ein monatliches Plus von 1,2 Prozent – und damit mehr als das für diesen Monat typische Wachstum von 1,0 Prozent. Im April hatte der Anstieg gegenüber März noch bei 0,8 Prozent gelegen.

Trotz anhaltender globaler Unsicherheiten, darunter Spannungen rund um den Iran-Konflikt, zeigt sich der britische Immobilienmarkt bemerkenswert stabil. „Bemerkenswert in diesem Monat ist, dass die Marktaktivität trotz des anhaltenden Kostendrucks und der allgemeinen globalen Unsicherheit weitgehend stabil bleibt", sagte Colleen Babcock, Immobilienexpertin bei Rightmove.

Hypothekenzinsen geben leicht nach

Ein weiteres positives Signal kommt vom Hypothekenmarkt: Der durchschnittliche Zinssatz für zweijährige Festzins-Hypotheken sank zum 11. Mai auf 5,18 Prozent, nachdem er im Vormonat noch bei 5,42 Prozent gelegen hatte. Für viele britische Hauskäufer ist dieser Zinssatz ein wichtiger Orientierungswert bei der Finanzierungsplanung.

Im Jahresvergleich lagen die Angebotspreise allerdings noch um 0,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Das zeigt, dass der Markt trotz der monatlichen Erholung auf Jahressicht noch nicht vollständig in der Pluszone angekommen ist.

Erstkäufer und regionale Unterschiede

Besonders für Erstkäufer gibt es gemischte Signale. Preisrückgänge im Jahresvergleich in diesem Marktsegment mildern die Erschwinglichkeitsprobleme in London und Südostengland – zwei der teuersten Immobilienmärkte Großbritanniens. Gerade für junge Käufer, die erstmals in den Markt einsteigen wollen, ist dies eine relevante Entwicklung.

Die Rightmove-Umfrage lieferte zudem weitere aufschlussreiche Daten zum aktuellen Marktgeschehen:

  • Die Anzahl der zum Verkauf stehenden Immobilien verharrte auf einem Elfjahreshoch
  • Die Zahl der vereinbarten Verkäufe lag um 4 Prozent unter dem Vorjahreswert
  • Im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Jahres 2024 lagen die vereinbarten Verkäufe jedoch um 2 Prozent höher

Das hohe Angebot an verfügbaren Immobilien gibt Käufern mehr Auswahl, dämpft jedoch gleichzeitig den Preisauftrieb auf Jahressicht. Für deutsche Investoren und Beobachter des britischen Immobilienmarkts ist die Entwicklung ein Indikator dafür, dass der Markt nach einer Phase der Abkühlung wieder an Dynamik gewinnt – wenngleich die Unsicherheiten auf globaler Ebene weiterhin eine Rolle spielen.

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