Britische Lohnabschlüsse steigen auf 3,2 Prozent – Trend zu höheren Gehältern
Brightmine-Umfrage zeigt erstmals seit einem Jahr wieder steigende Lohnvereinbarungen in Großbritannien.

Die Lohnabschlüsse britischer Arbeitgeber haben nach einem Jahr der Stagnation wieder angezogen. Laut einer aktuellen Erhebung des Datendienstleisters Brightmine liegt der Median der Basislohnerhöhungen in den drei Monaten bis Ende Januar bei 3,2 Prozent. Das entspricht einem leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahresniveau von 3,0 Prozent und könnte den Beginn eines neuen Trends zu großzügigeren Gehaltssteigerungen markieren.
Die Studie basiert auf 59 Lohnabschlüssen, die zwischen dem 1. November und dem 31. Januar getroffen wurden und etwas mehr als 238.000 britische Arbeitnehmer betreffen. Zwei Fünftel der jüngsten Vereinbarungen lagen dabei über dem Vorjahresniveau. Besonders auffällig: Zwei Drittel aller Abschlüsse bewegten sich in einer engen Spanne zwischen 3 und 4 Prozent.
Die Entwicklung dürfte die Bank of England mit Interesse verfolgen. Die britische Notenbank beobachtet das Lohnwachstum genau, während sie über den Zeitpunkt weiterer Zinssenkungen entscheidet. Interessanterweise zeigten offizielle Daten vom Dienstag noch eine Verlangsamung des Lohnwachstums im vierten Quartal 2025 – ein Widerspruch, der auf unterschiedliche Messverfahren zurückzuführen sein könnte.
Vorsichtige Prognose trotz positiver Signale
Trotz der aktuell positiven Entwicklung mahnt Brightmine zur Vorsicht. Angesichts anhaltender wirtschaftlicher Herausforderungen dürften die Arbeitgeber bei der Lohnentwicklung weiterhin einen vorsichtigen Kurs verfolgen. Ein zusätzlicher Faktor kommt im April hinzu: Die geplante Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns wird den finanziellen Spielraum vieler Unternehmen für Lohnsteigerungen in anderen Bereichen einschränken.
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Zur AktienanalyseDennoch deutet der aktuelle Trend darauf hin, dass britische Unternehmen verstärkt um qualifiziertes Personal konkurrieren müssen. In einem angespannten Arbeitsmarkt könnten höhere Gehälter zu einem wichtigen Wettbewerbsfaktor werden. Für das Jahr 2026 erwarten Analysten daher weitere moderate Lohnsteigerungen, die jedoch unter Inflationsdruck und konjunkturellen Unsicherheiten stehen werden.


