Britisches Pfund legt leicht zu, bleibt aber unter Druck
Starker Dollar und hohe Energiepreise belasten das Pfund Sterling trotz leichter Gewinne gegenüber dem US-Dollar.

Das Britische Pfund steht am Dienstag weiterhin unter Druck. Zwar konnte die britische Währung gegenüber dem US-Dollar leicht zulegen, doch ein fester Greenback sowie die anhaltende Unterstützung durch die Energiepreise bremsen eine stärkere Erholung. Die Devisenmärkte verarbeiten derzeit ein zunehmend restriktives Umfeld der globalen Zentralbanken.
Stand 12:56 Uhr MEZ notierte das Währungspaar GBP/USD mit einem Plus von 0,04 Prozent bei 1,3541. Der Anstieg fiel damit äußerst moderat aus und spiegelte die verhaltene Stimmung an den Devisenmärkten wider. Das Pfund bewegt sich damit weiterhin in einem engen Korridor.
Euro ebenfalls kaum verändert
Auch der Euro zeigte sich am Dienstag wenig bewegt. EUR/USD gab um 0,01 Prozent auf 1,1691 nach und hielt sich damit nahe seiner jüngsten Höchststände. Die europäische Gemeinschaftswährung blieb damit weitgehend auf den aktuellen Intraday-Niveaus.
Der US-Dollar profitiert derzeit von zwei wesentlichen Faktoren: dem falkenhaften Kurs der globalen Zentralbanken sowie den erhöhten Energiepreisen, die traditionell den Greenback stützen. Öl wird weltweit in US-Dollar gehandelt, weshalb steigende Ölpreise die Nachfrage nach der amerikanischen Währung erhöhen und den Dollar gegenüber anderen Währungen wie dem Pfund oder dem Euro stärken.
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Zur AktienanalyseDas Marktumfeld wird derzeit maßgeblich von den Erwartungen an die Geldpolitik der großen Zentralbanken geprägt. Ein zunehmend restriktiver oder „falkenhafter" Kurs – also die Bereitschaft, Zinsen hoch zu halten oder weiter anzuheben – stärkt in der Regel die jeweilige Währung. Für das Britische Pfund bedeutet dies ein schwieriges Umfeld, solange der Dollar von diesen Faktoren profitiert.
Für deutsche Anleger und Unternehmen mit Engagements im britischen Markt sind diese Wechselkursbewegungen von Bedeutung. Ein schwächeres Pfund gegenüber dem Euro kann Importe aus der Eurozone nach Großbritannien verteuern und gleichzeitig britische Exporte wettbewerbsfähiger machen. Die aktuellen Kursniveaus bei EUR/USD und GBP/USD bleiben daher ein wichtiger Indikator für die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der Eurozone und dem Vereinigten Königreich.


