BTIG nimmt Robinhood mit „Buy" auf – 20% Vermögenswachstum erwartet
Die Investmentbank BTIG sieht Robinhood als strukturellen Gewinner mit einem Kursziel von 125 US-Dollar und enormem Wachstumspotenzial.

Die Investmentbank BTIG hat die Beobachtung von Robinhood Markets am Freitag mit einer „Buy"-Empfehlung und einem Kursziel von 125 US-Dollar aufgenommen. Analyst Andrew Harte argumentiert, dass die Handelsplattform ihr verwaltetes Vermögen in den nächsten zehn Jahren jährlich um mehr als 20 Prozent steigern kann. Als Treiber nennt er demografischen Rückenwind, Produkterweiterungen und internationales Wachstum.
Harte beschrieb Robinhood in seiner Mitteilung an Kunden als „geboren, um zu disruptieren, gebaut, um zu wachsen". Das Unternehmen habe sich weit über seine Ursprünge im kommissionsfreien Handel hinaus entwickelt. Heute umfasst die Plattform auch Kryptowährungen, Prognosemärkte und Vermögensverwaltung.
Junges Kundenprofil als strategischer Vorteil
Ein zentrales Argument von BTIG ist das Kundenprofil von Robinhood. Der durchschnittliche Nutzer ist 36 Jahre alt und hält ein Kontoguthaben von rund 13.000 US-Dollar. Traditionelle Plattformen hingegen bedienen überwiegend Kunden im Rentenalter mit durchschnittlichen Guthaben von 200.000 US-Dollar.
BTIG betonte, Robinhood sei „strukturell im Vorteil, um schneller als etablierte Wettbewerber zu wachsen". Die Priorität des Unternehmens liege darin, Kunden langfristig auf der Plattform zu halten, anstatt sie an etablierte Anbieter zu verlieren. Das Management hat dabei klare Ambitionen formuliert: die führende Plattform für aktive Trader zu werden, den größten Marktanteil bei der nächsten Anlegergeneration zu gewinnen und das weltweit führende Finanz-Ökosystem aufzubauen.
Hohe Bewertung, aber gerechtfertigt?
Hinsichtlich der Bewertung räumt BTIG offen ein, dass Robinhood mit dem 46-fachen des für die nächsten zwölf Monate erwarteten GAAP-Gewinns je Aktie gehandelt wird. Etablierte Wettbewerber kommen dagegen nur auf das rund 15-fache. Dieser erhebliche Bewertungsaufschlag sei jedoch durch den Wachstumsalgorithmus des Unternehmens gerechtfertigt.
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Zur AktienanalyseAls konkrete Wachstumstreiber nennt BTIG eine „lange Liste aufstrebender Katalysatoren", darunter sogenannte „Trump Accounts", die internationale Expansion sowie die mögliche Aufhebung von Beschränkungen für das Pattern Day Trading – also den kurzfristigen Handel innerhalb eines Tages, der in den USA für Kleinanleger regulatorisch eingeschränkt ist.
Kurzfristig stützt BTIG seine positive Einschätzung auch auf starke operative Kennzahlen. Das monatliche Volumen an Optionskontrakten liegt bei rund 818 Millionen – deutlich über dem Konsensus der Analysten von 671 Millionen. Dies wertet die Bank als Signal dafür, dass die wichtigsten Leistungskennzahlen besser als erwartet ausfallen und die Plattform operativ Fahrt aufnimmt.


