Bund plant Reduktion des Flächenverbrauchs
Regierung will täglichen Flächenverbrauch bis 2030 auf weniger als 30 Hektar beschränken

Der tägliche Flächenverbrauch in Deutschland beträgt im Durchschnitt 55 Hektar - das entspricht ungefähr 77 Fußballfeldern. Die Bundesregierung hat nun angekündigt, diesen Verbrauch bis 2030 auf weniger als 30 Hektar pro Tag zu reduzieren. Das betrifft auch neue Haus- und Vorgärten, Friedhöfe, Campingplätze und Spielplätze. Ziel ist es, bis 2050 netto keine neuen Flächen mehr für Siedlungs- und Verkehrszwecke zu erschließen und eine Flächenkreislaufwirtschaft zu erreichen.
Die Gründe dafür sind vielfältig. Der Flächenverbrauch vernichtet wertvolle (Acker-) Böden und zersiedelt ländliche Gebiete. Auch die Auslastung von Infrastrukturen sinkt mit zunehmender Zersiedelung, was sich bei schrumpfender Bevölkerung durch den demographischen Wandel noch verstärken würde. Die Bedeutung unzerschnittener Landschaftsräume für unsere Tier- und Pflanzenwelt geht dadurch verloren.
Laut Statistik machen Flächen für die Landwirtschaft 50,5 Prozent der Gesamtfläche der Bundesrepublik aus, Waldflächen knapp 30 Prozent und Gehölze 1,2 Prozent. Siedlungs- und Verkehrsflächen haben einen Anteil von 14,5 Prozent der Fläche: 9,4 Prozent sind Siedlungsflächen und 5,1 Prozent Verkehrsflächen.
Um das Ziel der Flächenkreislaufwirtschaft zu erreichen, müssen jedoch nicht nur neue Flächen vermieden, sondern auch bereits versiegelte Flächen wieder aufgelöst werden. Hierbei kommt es jedoch oft zu Konflikten mit den Interessen von Investoren und Projektentwicklern, die häufig auf eine hohe Bebauungsdichte und eine große Flächenausnutzung setzen.
Doch auch die Bürgerinnen und Bürger sind gefragt. Eine höhere Dichte und das Nachverdichten von bestehenden Gebieten könnten dazu beitragen, den Flächenverbrauch zu reduzieren. Auch das Teilen von Flächen - wie zum Beispiel Gärten oder Parkplätzen - kann eine sinnvolle Alternative darstellen.
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Zur AktienanalyseInsgesamt geht es bei der Reduzierung des Flächenverbrauchs um eine nachhaltige und zukunftsorientierte Entwicklung unserer Städte und Landschaften. Durch eine gezielte Steuerung des Flächenverbrauchs und den Schutz von wertvollen Flächen und Ressourcen können wir einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz leisten und unsere Lebensqualität erhalten.

