Bundesanleihen-Rendite bleibt unter 3% – Barclays sieht Spanne bis 2,90%
Die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen wird nach Einschätzung von Barclays vorerst unter der 3%-Marke bleiben. Analysten erwarten eine Handelsspanne zwischen 2,65% und 2,90%, solange keine konkreten EZB-Zinserhöhungen im Raum stehen.

Die Rendite deutscher Bundesanleihen mit zehnjähriger Laufzeit dürfte nach Ansicht von Barclays-Strategen in absehbarer Zeit unter der psychologisch wichtigen Marke von 3% verharren. Die Experten prognostizieren eine Handelsspanne zwischen 2,65% und 2,90%, solange keine intensiven Diskussionen über Zinserhöhungen durch die Europäische Zentralbank aufkommen.
EZB-Zinserhöhungen als entscheidender Faktor
Ein Durchbruch über die 3%-Schwelle würde nach Einschätzung der Barclays-Analysten aktivere Gespräche über EZB-Zinserhöhungen aus Sicht binnenwirtschaftlicher Impulse erfordern. Bloßer Angebotsdruck allein reiche dafür nicht aus. Am Freitag schloss die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe laut Tradeweb bei 2,823%.
Wirtschaftsdaten dämpfen Zinserhöhungserwartungen
Jüngste binnenwirtschaftliche Daten wie die Einkaufsmanagerindizes (PMIs) und Inflationszahlen unterstreichen laut den Strategen, dass jegliche Erwartungen von Zinserhöhungen für 2026 zunächst wieder abgebaut werden müssen. Der Markt hatte diese bereits seit dem Ausverkauf Anfang Dezember zurückgenommen.
Umfangreiche Staatsanleihen-Emissionen in der Eurozone
Die laufende Woche dürfte erneut von umfangreichen Staatsanleihen-Emissionen in der Eurozone geprägt sein. Neben regulären Auktionen werden syndizierte Emissionen erwartet. Irland gilt als Kandidat für eine neue 10-jährige Referenzanleihe, bei der Filip Andersson von der Danske Bank mit erheblicher Nachfrage rechnet.
Januar als Spitzenmonat für Anleihen-Emissionen
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Zur AktienanalyseDer Januar ist traditionell der geschäftigste Monat des Jahres bei der Emission von Staatsanleihen in der Eurozone, da die Mitgliedstaaten ihre jährlichen Finanzierungsprogramme starten. Für diese Woche sind Auktionen in den Niederlanden, Österreich, Italien, Deutschland und Spanien angesetzt.
Japan: Fiskalische Lage belastet langfristige Anleihen
In Japan hängt eine dauerhafte Entspannung bei den Renditen von Staatsanleihen am langen Ende von der fiskalischen Lage ab, so Goldman Sachs-Strategen. Laufende Konjunkturmaßnahmen und eine hohe Staatsverschuldung haben Bedenken hinsichtlich der fiskalischen Nachhaltigkeit geweckt, was Investoren bei japanischen Staatsanleihen mit langer Laufzeit vorsichtig stimmt.


