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Burger King übertrifft McDonald's deutlich – RBI mit gemischten Q2-Ergebnissen

Restaurant Brands International überrascht mit starkem Burger King-Wachstum, während Tim Hortons und Popeyes hinter den Erwartungen zurückbleiben.

Burger King übertrifft McDonald's deutlich – RBI mit gemischten Q2-Ergebnissen

Restaurant Brands International (RBI), die Muttergesellschaft von Burger King, Tim Hortons und Popeyes, hat seine Ergebnisse für das zweite Quartal 2026 vorgelegt. Das Unternehmen übertraf die globalen Erwartungen beim Wachstum der Vergleichsfilialen – getragen vor allem von einer bemerkenswerten Trendwende bei Burger King. Die übrigen Marken des Portfolios kämpfen hingegen mit erheblichem Gegenwind.

Der Konzern meldete einen bereinigten verwässerten Gewinn je Aktie von 1,07 US-Dollar, nach 94 Cent im Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn kletterte auf 507 Millionen US-Dollar. Beim Umsatz verfehlte RBI die Erwartungen knapp: Mit 2,52 Milliarden US-Dollar lag man minimal unter der Analystenprognose von 2,53 Milliarden US-Dollar.

Burger Kings Turnaround übertrifft alle Erwartungen

Das herausragende Ergebnis des Quartals lieferte Burger King in den USA: Die Kette verzeichnete ein Wachstum der Vergleichsfilialen von 8,5 Prozent – weit über der Analystenerwartung von rund 3,5 Prozent. Im Vorjahreszeitraum hatte das Plus lediglich 1,5 Prozent betragen. Dieser Sprung ist das Ergebnis einer mehrjährigen Turnaround-Strategie, die Restaurantrenovierungen, gezieltere Marketingkampagnen und eine Fokussierung auf Kernprodukte wie den Whopper umfasst.

Besonders wirkungsvoll erwiesen sich wertorientierte Aktionsangebote wie die „2 for $5"- und „3 for $7"-Menüs. Diese Bundles sprechen gezielt Verbraucher an, die angesichts der anhaltenden Inflation ihre Ausgaben für Freizeitkonsum zurückschrauben. Auch international lief es gut: Im Auslandsgeschäft legte Burger King um 5,4 Prozent bei den Vergleichsfilialumsätzen zu.

Der Kontrast zum größten Konkurrenten McDonald's ist dabei besonders auffällig. Während Burger King in den USA um 8,5 Prozent zulegte, kam McDonald's im gleichen Zeitraum lediglich auf ein Wachstum von 0,8 Prozent. Die deutliche Diskrepanz hat Marktanalysten aufhorchen lassen – zumal McDonald's zuletzt einen neuen US-Präsidenten ernannt hat, um auf enttäuschende Ergebnisse und Umsetzungsprobleme zu reagieren.

Tim Hortons und Popeyes unter Druck

Trotz des Burger-King-Erfolgs kämpfen die anderen RBI-Marken mit spürbaren Schwierigkeiten. Tim Hortons, das rund 41 Prozent des operativen Einkommens des Konzerns beisteuert, meldete in Kanada nahezu stagnierenden Umsatz – ein Plus von lediglich 0,1 Prozent bei den Vergleichsfilialen, während Analysten 1,5 Prozent erwartet hatten. Die Kette versucht gegenzusteuern: mit Frühstücksangeboten für 3 kanadische Dollar und beladenen Wraps für 8,99 kanadische Dollar. Bislang blieb der erhoffte Effekt jedoch aus.

Noch schwieriger ist die Lage bei Popeyes Louisiana Kitchen. Die Fried-Chicken-Kette verzeichnete in den USA einen Rückgang der Vergleichsfilialumsätze von 5,2 Prozent. Als Ursachen gelten verschärfter Wettbewerb und ein zunehmend preisbewusstes Konsumverhalten, das die Zahl der verfügbaren Gäste schrumpfen lässt.

Rohstoffkosten belasten das Gesamtbild

Neben den markenspezifischen Herausforderungen navigiert RBI durch ein schwieriges makroökonomisches Umfeld. Steigende Rohstoffkosten – insbesondere beim Rindfleisch, das rund 25 Prozent des gesamten Lebensmittelkorbs des Unternehmens ausmacht – belasten die Margen spürbar. Geopolitische Unsicherheiten verstärken den Druck zusätzlich. Als Reaktion setzt der Konzern verstärkt auf Wertmenüs und gebündelte Mahlzeitenangebote, um die Kundenfrequenz zu stabilisieren.

RBIs Quartalsergebnisse zeichnen das Bild eines Unternehmens im Wandel. Der Erfolg der Burger-King-Strategie federt die Schwäche der anderen Marken ab und ermöglicht es dem Konzern, die globalen Erwartungen insgesamt zu übertreffen. Im zweiten Halbjahr liegt der Fokus auf der Fortsetzung der Restaurantrenovierungen bei Burger King sowie der Weiterentwicklung der Menüstrategien – in einer Branche, in der Verbraucher zunehmend Wert vor Premium-Ausgaben stellen.

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