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Busy Ming plant 428-Millionen-Dollar-Börsengang in Hongkong

Der chinesische Discount-Snack-Händler Busy Ming strebt einen Börsengang in Hongkong an und will dabei 3,3 Milliarden Hongkong-Dollar einsammeln. Mit über 19.500 Filialen profitiert das Unternehmen von der Sparsamkeit chinesischer Verbraucher.

Busy Ming plant 428-Millionen-Dollar-Börsengang in Hongkong

Der chinesische Snack-Einzelhändler Busy Ming plant einen Börsengang an der Hongkonger Börse, bei dem das Unternehmen rund 428 Millionen US-Dollar einnehmen könnte. Die Emission kommt zu einem günstigen Zeitpunkt, da chinesische Verbraucher angesichts des schwachen Wirtschaftswachstums zunehmend auf günstige Alternativen setzen.

Die Einzelhandelsumsätze in China stiegen im vergangenen Jahr lediglich um 3,7 Prozent – deutlich unter dem Niveau vor der Pandemie. Diese Entwicklung schürt Bedenken hinsichtlich der Arbeitsplatz- und Einkommensstabilität und treibt Verbraucher in die Arme von Discountern wie Busy Ming.

Erfolgsmodell durch Niedrigpreise

Das 2017 gegründete Unternehmen mit Sitz in Changsha hat sich durch kleine Packungsgrößen und budgetfreundliche Preise zu einem nationalen Akteur entwickelt. Busy Ming betreibt die Ketten "Busy for You" in Südchina und "Super Ming" in Nordchina, die zusammen etwa 19.500 Filialen umfassen – fast alle als Franchise.

Die Preisstrategie ist radikal: Eierkuchen gibt es für umgerechnet 20 Cent, Coca-Cola für 22 Cent und Oolong-Tee der Eigenmarke für 23 Cent. Damit liegen die Preise rund 25 Prozent unter dem Durchschnitt vergleichbarer Supermarktangebote. "Wir sparen unseren Kunden Geld, und deshalb kommen sie zu uns", erklärt Chi Huanhuan, Filialleiterin in Peking.

Beeindruckendes Wachstum

Die Zahlen sprechen für sich: In den ersten neun Monaten 2025 stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 75 Prozent auf 66,1 Milliarden Yuan (rund 8,5 Milliarden Euro). Für das Gesamtjahr 2025 schätzt Busy Ming den Gewinn auf mindestens 2,3 Milliarden Yuan.

Die Emission besteht aus 14,1 Millionen Aktien mit einer Preisspanne zwischen 229,60 und 236,60 Hongkong-Dollar. Am oberen Ende würde das Unternehmen mit etwa 50,7 Milliarden Hongkong-Dollar (6,5 Milliarden US-Dollar) bewertet. Zusätzlich besteht eine Mehrzuteilungsoption für bis zu 15 Prozent weitere Aktien.

Namhafte Ankerinvestoren

Zu den Ankerinvestoren zählen prominente Namen wie Tencent, Temasek, BlackRock und FIL Investment. Dies unterstreicht das Vertrauen institutioneller Anleger in das Geschäftsmodell. Goldman Sachs und Huatai International fungieren als gemeinsame Konsortialführer.

Die Erlöse sollen in die Verbesserung der Lieferkette, Produktentwicklung und Modernisierung des Filialnetzes fließen. Zudem plant Busy Ming Investitionen in Markenaufbau, Technologie und selektive Übernahmen.

Offline-Fokus gegen den Trend

Im Gegensatz zu vielen Einzelhändlern setzt Busy Ming ausschließlich auf stationären Handel und verzichtet bewusst auf E-Commerce. Die Strategie: Kundenfrequenz durch niedrige Preise steigern. Die Filialen führen Produkte von über 750 multinationalen und nationalen Marken wie Mars, Pepsi, Starbucks und Genki Forest.

Ben Cavender von der China Market Research Group bewertet das Geschäftsmodell als robust: "Das Unternehmen zieht sowohl in kleinen als auch in großen Städten Kunden an und bietet eine breite Palette an Snacks." Die Preisfestlegung erfolgt voraussichtlich am 26. Januar, der Handelsbeginn ist für den 28. Januar geplant.

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