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BYD-Aktie springt 7,4 Prozent – Morgan Stanley erklärt die Gründe

Morgan Stanley nennt Sektor-Erholung, starke Auslandsaufträge und Short-Covering als Treiber des BYD-Kursanstiegs.

BYD-Aktie springt 7,4 Prozent – Morgan Stanley erklärt die Gründe

Die Aktie des chinesischen Elektrofahrzeugherstellers BYD legte am Montag um beachtliche 7,4 Prozent zu. Die US-Investmentbank Morgan Stanley analysierte die Hintergründe dieser deutlichen Kursbewegung und identifizierte mehrere zusammenwirkende Faktoren.

Morgan Stanley sieht eine bevorstehende Absatzbelebung im chinesischen Automobilsektor als wichtigen Kurstreiber. Die Bank erwartet, dass chinesische Automobilhersteller ab Ende des ersten oder Anfang des zweiten Quartals steigende Verkaufszahlen verzeichnen werden. Verbesserte Mittelzuflüsse, stabilisierende Fundamentaldaten und ein dichter Kalender neuer Fahrzeugeinführungen könnten dabei eine breitere Rallye im gesamten Sektor auslösen.

Zusätzlichen Rückenwind erhielten in Hongkong notierte Technologiewerte nach dem Ende des Nationalen Volkskongresses. Die chinesische Regierung bekräftigte dabei ihre Prioritäten in den Bereichen Technologie und Innovation, was dem Sektor insgesamt Auftrieb gab.

Starke Auslandsaufträge aus Lateinamerika

Ein besonders positives Signal kam von BYD-Vizepräsidentin Stella Li. Sie gab am Wochenende bekannt, dass das brasilianische Werk des Unternehmens mit einer Kapazität von 150.000 Einheiten bereits 100.000 Bestellungen aus Mexiko und Argentinien erhalten habe – jeweils 50.000 Einheiten pro Land. Modelle wie der Dolphin Mini und der Song Pro verzeichnen in diesen Märkten zuletzt steigende Absatzzahlen.

Morgan Stanley schätzt, dass Brasilien und Mexiko im Jahr 2025 zusammen rund 25 Prozent der gesamten Auslandsverkäufe von BYD ausmachen werden. Für deutsche Anleger unterstreicht dies, wie konsequent BYD seinen globalen Expansionskurs vorantreibt – auch in Märkten, die bisher von etablierten Herstellern dominiert wurden.

Stella Li äußerte sich am Freitag zudem offen gegenüber einer möglichen Expansion nach Kanada. Nachdem das Land Anfang des Jahres die Zölle auf chinesische Elektrofahrzeuge gesenkt hatte, sei BYD bereit, dort Fahrzeuge zu bauen oder Übernahmen zu prüfen.

Short-Covering verstärkte den Kursanstieg

Morgan Stanley weist darauf hin, dass ein Teil der Kursbewegung technischer Natur sein dürfte. Einige Investoren aus Hongkong und China hatten BYD-Aktien als sogenanntes Pairing-Instrument genutzt – also als Gegenposition zu anderen Wetten im Automobilsektor. Nachdem BYD Anfang des Monats eine Veranstaltung zu Ultraschnellladetechnologien abgehalten hatte, deckte ein Teil dieser Investoren ihre Leerverkaufspositionen ein, was den Kursanstieg zusätzlich beschleunigte.

Insgesamt ergibt sich damit ein Bild aus fundamentalen Verbesserungen, positiven Unternehmensmeldungen und technischen Marktbewegungen, das den kräftigen Kurssprung bei BYD erklärt.

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