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Cal-Maine vor Einigung mit US-Justizministerium bei Eierpreisabsprachen

Der US-Eierproduzent Cal-Maine Foods und weitere Unternehmen stehen kurz vor einem Vergleich wegen mutmaßlicher illegaler Preisabsprachen.

Cal-Maine vor Einigung mit US-Justizministerium bei Eierpreisabsprachen

Cal-Maine Foods und weitere US-amerikanische Eierlieferanten stehen offenbar kurz vor dem Abschluss einer Untersuchung des US-Justizministeriums. Dies berichtete Bloomberg News am Donnerstag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Auch eine parteiübergreifende Gruppe von Bundesstaaten ist an den Ermittlungen wegen mutmaßlicher illegaler Preisabsprachen beteiligt.

Neben Cal-Maine Foods sollen laut Bloomberg auch Hickman's Egg Ranch und Versova kurz vor einem Vergleich mit dem Justizministerium sowie den beteiligten Bundesstaaten stehen. Das Justizministerium, Cal-Maine Foods, Hickman's Egg Ranch und Versova reagierten zunächst nicht auf Anfragen für eine Stellungnahme.

Die geplanten Vergleichsbedingungen

Im Rahmen der vorgeschlagenen Vereinbarung würden die betroffenen Unternehmen mehrere Millionen US-Dollar an Zivilstrafen zahlen. Zusätzlich sollen mehr als 50 Millionen Eier gespendet werden. Die Unternehmen erklärten sich zudem bereit, den Austausch von Preisen und anderen wettbewerbsrelevanten Informationen künftig einzustellen.

Der Vorwurf gegen die Eierlieferanten ist konkret: Laut einer im April eingereichten Klage, über die das Wall Street Journal berichtete, sollen sich die Produzenten über einen branchenüblichen Preis-Benchmarking-Dienst abgestimmt haben. Solche Dienste dienen eigentlich der Markttransparenz, können jedoch bei gezieltem Missbrauch als Instrument zur Koordination von Preisen genutzt werden – was nach US-amerikanischem Wettbewerbsrecht illegal ist.

Wachsende Klagewelle und Verbraucherfrustration

US-Eierproduzenten sehen sich derzeit einer wachsenden Welle von Sammelklagen gegenüber, in denen ihnen Preisabsprachen vorgeworfen werden. Der Hintergrund: Die Frustration der amerikanischen Verbraucher über steigende Lebensmittelkosten, insbesondere bei Eiern, hat in den vergangenen Jahren erheblich zugenommen.

Die Eierpreise in den USA sind in den letzten Jahren stark angestiegen. Als wesentlicher Treiber gelten Ausbrüche der Vogelgrippe, die Millionen von Legehennen vernichtet und damit massive Versorgungsengpässe ausgelöst hatten. Kritiker werfen den Produzenten vor, diese Knappheitssituation genutzt zu haben, um Preise über das marktübliche Maß hinaus zu erhöhen.

Für deutsche Anleger und Beobachter ist der Fall ein Beispiel dafür, wie Preisabsprachen in der Lebensmittelbranche zunehmend ins Visier der Behörden geraten – auch in den USA, wo das Kartellrecht traditionell streng durchgesetzt wird. Cal-Maine Foods gilt als einer der größten Eierlieferanten der Vereinigten Staaten und ist an der Nasdaq börsennotiert. Der Ausgang des Verfahrens dürfte daher auch für Investoren von Bedeutung sein.

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