Cannabis als Tourismusmotor
Thailand hofft auf positive Effekte nach Ende der Pandemie

Der Tourismus steckt, wie so viele Branchen, international in einer Krise. Wie er nach der Pandemie wieder in Gang kommen soll – diese Frage stellt sich neben anderen Regierungen auch die von Thailand. Das südostasiatische Land, eigentlich bekannt für tropische Strände, opulente Königspaläste, alte Ruinen und reich verzierte Tempel mit Buddhafiguren, will eine Lösung gefunden haben. Wie Chatchai Trakulrungsi, Sekretär der Kommission für öffentliche Gesundheit, kürzlich verküdete, habe man mit Cannabis eine „Geheimwaffe“, um den Tourismus wieder anzukurbeln, so ein Bericht des Nachrichtenportals The Thaiger.
Klimatisch ist Thailand bestens für den Anbau von Cannabis geeignet. Wegen des 1934 erlassenen Cannabisgesetzes des Betäubungsmittelgesetzes aus dem Jahr 1979 waren Anbau und Besitz jedoch verboten. Seit 2019 engagierte sich Gesundheitsminister Anutin Charnvirakul jedoch für eine schrittweise Legalisierung, und zwar erfolgreich: Als erstes asiatisches Land hat Thailand medizinisches Cannabis legalisiert. Das Land darf nun auf einen Touristenboom hoffen, und nicht nur das – auch viele Firmen investieren bereits in die Branche.
Viele Cannabis-Cafés und -Plantagen haben seit der Legalisierung in ganz Thailand eröffnet. Wegen des geringen THC-Gehalts mache das erlaubte Cannabis aber nicht „high“, so offizielle Stellen, wirke sich aber positiv auf die Gesundheit aus. Cannabis-Extrakte mit mehr als 0,2 Prozent der psychoaktiven Komponente Tetrahydrocannabinol (THC) sind in Thailand weiterhin illegal.
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