Cannabis und Cortisol: Stresshormon bei Konsumenten erhöht
Neue Forschung der Oregon State University zeigt: Häufige Cannabiskonsumenten starten mit gestörtem Cortisolspiegel in den Tag.

Wer regelmäßig Cannabis konsumiert, wacht möglicherweise bereits mit einem ungewöhnlich hohen Cortisolspiegel auf. Das zeigt eine aktuelle Studie der Oregon State University. Cortisol ist das wichtigste Stresshormon des menschlichen Körpers und spielt eine zentrale Rolle bei der Regulierung des Tagesrhythmus.
Normalerweise steigt der Cortisolspiegel am Morgen kurz nach dem Aufwachen an – ein natürlicher Mechanismus, der den Körper auf den Tag vorbereitet. Bei häufigen Cannabiskonsumenten scheint dieser Rhythmus jedoch gestört zu sein. Die Forscher beobachteten, dass die Werte bereits beim Aufwachen ungewöhnlich hoch waren, was auf eine Beeinträchtigung des körpereigenen Stresssystems hindeutet.
Was bedeutet ein gestörter Cortisolrhythmus?
Cortisol wird in der Nebennierenrinde produziert und ist essenziell für zahlreiche Körperfunktionen. Es reguliert nicht nur die Stressreaktion, sondern beeinflusst auch den Schlaf-Wach-Rhythmus, das Immunsystem und den Stoffwechsel. Ein dauerhaft gestörter Cortisolspiegel kann langfristig negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben.
Die Forscher der Oregon State University stellen in diesem Zusammenhang eine besonders relevante Frage: Könnte der Konsum von Cannabis zur Stressbewältigung genau das System schädigen, das dem Körper eigentlich helfen soll, mit Stress umzugehen? Viele Menschen greifen zu Cannabis, um sich zu entspannen oder Alltagsstress abzubauen – die Studie legt nahe, dass dieser Ansatz langfristig kontraproduktiv sein könnte.
Selbstmedikation mit Cannabis – ein zweischneidiges Schwert
Cannabis wird von vielen Konsumenten bewusst zur Entspannung und Stressreduktion eingesetzt. In Ländern wie den USA, wo Cannabis in mehreren Bundesstaaten legal ist, hat der Konsum in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Auch in Deutschland ist das Thema seit der Teillegalisierung im Jahr 2024 gesellschaftlich präsenter denn je.
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Zur AktienanalyseDer Befund der Studie ist daher auch für den deutschen Kontext relevant. Wer Cannabis regelmäßig als Mittel gegen Stress einsetzt, sollte die möglichen Auswirkungen auf das körpereigene Hormonsystem im Blick behalten. Die Forschungsergebnisse legen nahe, dass häufiger Konsum den natürlichen Stressrhythmus des Körpers langfristig verändern kann.
Die Studie wurde von der Oregon State University durchgeführt und am 9. August 2026 veröffentlicht. Sie reiht sich in eine wachsende Zahl von Forschungsarbeiten ein, die die physiologischen Auswirkungen von regelmäßigem Cannabiskonsum untersuchen. Für Anleger, die in den wachsenden Cannabis-Sektor investiert sind, liefern solche wissenschaftlichen Erkenntnisse wichtige Hintergrundinformationen über die gesundheitlichen Debatten rund um das Produkt.


