ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Capri Holdings hebt Jahresprognose an: Jimmy Choo trotzt Zolldruck

Michael Kors-Mutterkonzern profitiert von stabiler Nachfrage nach Luxusmarken trotz anhaltender Herausforderungen bei Kernmarke.

Capri Holdings hebt Jahresprognose an: Jimmy Choo trotzt Zolldruck

Capri Holdings, der Mutterkonzern von Michael Kors und Jimmy Choo, hat am Dienstag seine Jahresprognose für Umsatz und Gewinn angehoben. Der Luxusgüterkonzern profitiert von der stabilen Nachfrage nach Bekleidung und Handtaschen seiner Premiummarken, während das Unternehmen mitten in einem umfassenden Turnaround-Prozess steckt.

Das Unternehmen arbeitet intensiv daran, sein Kernportfolio zu stabilisieren, nachdem es die Marke Versace Ende 2024 an Prada veräußert hatte. Gleichzeitig kämpft Capri mit erheblichem Margendruck durch US-Zölle und einer ungleichmäßigen Nachfrage in verschiedenen Regionen. Um die Kundenbasis zu erweitern, hat das Management die Vollpreisniveaus leicht gesenkt und gleichzeitig Lagerbestände aus günstigen Off-Price-Kanälen zurückgezogen.

Im dritten Quartal entwickelten sich die beiden verbliebenen Hauptmarken unterschiedlich: Während Jimmy Choo ein solides Wachstum von 5 Prozent verzeichnete, blieb die größere Marke Michael Kors unter Druck. Die Umsätze der Kernmarke gingen um 5,6 Prozent zurück, was die anhaltenden Herausforderungen im mittleren Luxussegment widerspiegelt.

Zölle belasten Margen erheblich

Besonders belastend wirken sich die US-Zölle auf die Geschäftsentwicklung aus. Capri hatte bereits vor einer ungemilderten Belastung von rund 85 Millionen Dollar im Geschäftsjahr 2026 gewarnt. Das Unternehmen ist stark auf Importe aus Vietnam und China angewiesen – beides Länder, die mit hohen US-Zöllen belegt sind. Im dritten Quartal wuchsen die zugrunde liegenden Margen zwar um 70 Basispunkte, wurden jedoch durch höher als erwartete Zölle vollständig ausgeglichen.

Angehobene Prognose und Quartalszahlen

Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet Capri nun einen Umsatz zwischen 3,45 und 3,48 Milliarden Dollar, verglichen mit der vorherigen Prognose von 3,38 bis 3,45 Milliarden Dollar. Beim Gewinn pro Aktie rechnet das Management mit 1,30 bis 1,40 Dollar. Der Mittelwert dieser Spanne liegt mit 1,35 Dollar leicht unter den Analystenschätzungen von 1,38 Dollar.

Im dritten Quartal, das am 27. Dezember endete, sank der Umsatz um 4 Prozent auf 1,03 Milliarden Dollar. Damit übertraf Capri jedoch die Analystenschätzungen von 1 Milliard Dollar. Der Gewinn pro Aktie belief sich auf 81 Cent und lag damit ebenfalls über den Erwartungen von 77 Cent. Die Aktie des Unternehmens kehrte nach der Veröffentlichung ihre anfänglichen Gewinne um und notierte vorbörslich leicht im Minus.

Capri HoldingsMichael KorsJimmy ChooLuxusgüterJahresprognose

Disclaimer