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Caterpillar vor Quartalszahlen: Warum die Aktie jetzt kaufenswert ist

Trotz eines Kursrückgangs von 16,4 % im letzten Monat sehen risikofreudige Anleger bei Caterpillar eine attraktive Einstiegschance.

Caterpillar vor Quartalszahlen: Warum die Aktie jetzt kaufenswert ist

Die Caterpillar-Aktie (CAT) steht unter Druck. Im vergangenen Monat verlor das Papier des US-amerikanischen Maschinenbau-Riesen 16,4 % an Wert und notierte am 28. Juli satte 22,3 % unter seinem 52-Wochen-Hoch – technisch gesehen ein Bärenmarkt. Auslöser ist eine vorübergehende Abkühlung gegenüber dem sogenannten KI-Handel, an den Caterpillar in den vergangenen Monaten eng gekoppelt wurde.

Am Dienstag, den 4. August, legt das Unternehmen seinen Bericht zum zweiten Quartal vor. Die Analysten erwarten einen Gewinn je Aktie von 6,25 US-Dollar bei einem Umsatz von 19,31 Milliarden US-Dollar. Angesichts der jüngsten Kursschwäche ist der Spielraum für Enttäuschungen gering – die Nervosität der Marktteilnehmer ist daher verständlich.

Caterpillar als KI-Profiteur außerhalb des Technologiesektors

Die Zeiten, in denen Caterpillar ausschließlich als zyklischer Hersteller von Bau- und Bergbaumaschinen galt, sind vorbei. Die weltweit stark steigenden Ausgaben für künstliche Intelligenz – insbesondere für den Bau von Rechenzentren – haben das Unternehmen in eine strategisch günstige Position gebracht. Caterpillars starke Marktstellung bei schweren Baumaschinen macht den Konzern zu einem der wichtigsten Ausrüster beim Ausbau der globalen Rechenzentrum-Infrastruktur.

Dieses neue Profil ist jedoch ein zweischneidiges Schwert. Wer als KI-Aktie wahrgenommen wird, leidet auch, wenn KI-Titel in Ungnade fallen – wie die vergangenen Wochen eindrücklich gezeigt haben. Dennoch bleiben die sogenannten Hyperscaler, darunter Amazon und Meta Platforms, in ihrer Investitionsbereitschaft unbeeindruckt. Schätzungen zufolge planen diese Konzerne in diesem Jahr bis zu 700 Milliarden US-Dollar für Rechenzentren auszugeben.

Das Segment Energie und Strom (Energy and Power) rückt dabei zunehmend in den Mittelpunkt der Caterpillar-Investmentthese. Einst ein Nebenaspekt, ist es heute ein zentraler Wachstumstreiber: Das Geschäft wuchs im vergangenen Jahr um 30 %. Experten sehen keine Anzeichen für eine Verlangsamung, zumal Schätzungen darauf hindeuten, dass Rechenzentren bis 2030 bis zu 9,1 % des gesamten US-Stromverbrauchs ausmachen könnten.

Primärenergie statt nur Notstrom – ein struktureller Vorteil

Caterpillar liefert nicht nur Notstromaggregate für Rechenzentren, sondern erweitert sein Angebot zunehmend in Richtung Primärenergie-Versorgung. Das schafft die Grundlage für langfristig wiederkehrende Umsätze – ein Merkmal, das Investoren bei Industrieunternehmen besonders schätzen. Der bevorstehende Ergebnisbericht bietet die Chance, Anlegersorgen zu zerstreuen und optimistische Kommentare zum Rechenzentrum-Geschäft zu liefern.

Für risikofreudige Anleger mit langfristiger Perspektive könnte der aktuelle Kursrückgang daher eine Einstiegsgelegenheit darstellen. Zwar ist die Aktie aufgrund der KI-Fantasie nicht günstig bewertet, und das Unternehmen hat wenig Spielraum für schwache Zahlen oder pessimistische Ausblicke. Doch die strukturellen Wachstumstreiber – Rechenzentren, Energieversorgung, globale Infrastrukturausgaben – bleiben intakt.

Kurzfristig mag es auf dem Weg zu den Quartalszahlen weitere Turbulenzen geben. Langfristig aber gilt: Caterpillar ist kein spekulativer Lotterieschein, sondern einer der überzeugendsten Large-Cap-KI-Werte außerhalb des Technologiesektors. Es ist laut Analysten eine Frage des Wann, nicht des Ob, bis der Markt dies wieder vollständig einpreist.

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