ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

CATL gründet Bergbautochter mit 4,4 Milliarden Dollar Kapital

Chinas größter Batteriehersteller stärkt seine Lieferkette und meldet gleichzeitig einen Gewinnsprung von 48 Prozent.

CATL gründet Bergbautochter mit 4,4 Milliarden Dollar Kapital

Der weltgrößte Batteriehersteller CATL treibt seine Strategie zur Rohstoffsicherung mit einem milliardenschweren Schritt voran. Das chinesische Unternehmen gründet eine spezialisierte Bergbautochtergesellschaft namens Shidai Resources Group mit einem Stammkapital von 30 Milliarden Renminbi – umgerechnet rund 4,4 Milliarden US-Dollar. Die Ankündigung ließ die in Hongkong notierten Aktien des Konzerns am Donnerstag um mehr als 10 Prozent in die Höhe schnellen.

Bislang wickelte CATL seine Investitionen in Schlüsselressourcen wie Lithium und Nickel über eine interne Abteilung ab. Die Ausgliederung in eine eigenständige Tochtergesellschaft signalisiert nun eine deutliche Beschleunigung dieser Bemühungen. Die neue Einheit soll laut CATL „aktiv in hochwertige in- und ausländische Mineralressourcenprojekte expandieren" und damit „die Rohstoffversorgung und die Sicherheit der Lieferkette gewährleisten".

Geopolitischer Druck als Treiber

Der Schritt fällt in eine Zeit verschärfter geopolitischer Spannungen zwischen China und den USA im Wettbewerb um kritische Rohstoffe. Diese Materialien werden für fortschrittliche Technologien benötigt – von Elektrofahrzeugen und Batterien bis hin zu Raketen und Halbleitern. Seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus hat US-Präsident Donald Trump den heimischen Bergbau und den Zugang zu kritischen Mineralien zur Priorität erklärt.

Auf chinesischer Seite haben sowohl die Zentral- als auch Provinzregierungen Maßnahmen ergriffen, um den Zugang zu Mineralressourcen zu erweitern und Subventionen für die Exploration zu erhöhen. Dies fügt sich in das übergeordnete Ziel von Präsident Xi Jinping ein, Chinas wirtschaftliche Sicherheit und Unabhängigkeit zu stärken. CATL, 2011 gegründet, hat in diesem Kontext bereits über die Jahre Milliarden US-Dollar in die Sicherung von Rohstoffzugängen investiert.

Analysten der Investmentbank Bernstein bewerten den Schritt positiv. „Die Gründung der Shidai Resources Group stärkt die Upstream-Positionierung von CATL weiter, mildert die Ressourcenvolatilität ab und unterstützt das langfristige Wachstum", schreiben die Experten in einer Research-Note. Die Entscheidung basiere auf Erwartungen einer robusten Ressourcennachfrage sowie auf Instabilitäten auf den globalen Metallmärkten.

Starke Quartalszahlen übertreffen Erwartungen

Parallel zur strategischen Neuausrichtung überraschte CATL mit starken Finanzergebnissen. Im ersten Quartal 2025 erzielte der Konzern einen Nettogewinn von 20,7 Milliarden Renminbi – ein Anstieg von 48 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, der deutlich über den Analystenprognosen lag. Der Umsatz kletterte in den ersten drei Monaten des Jahres um 52 Prozent auf 129,1 Milliarden Renminbi.

Trotz einer gewissen Verlangsamung der chinesischen Nachfrage nach Elektrofahrzeugen in den vergangenen Monaten – einem Kernmarkt für CATL – profitiert das Unternehmen von einer stark wachsenden Nachfrage nach Energiespeichersystemen. Besonders die Nutzung solcher Systeme für KI-Rechenzentren entwickelt sich zu einem bedeutenden Wachstumstreiber.

Für die Zukunft zeigt sich CATL optimistisch: Der Konzern prognostiziert für die nächsten fünf Jahre ein jährliches Kapazitätswachstum von 20 bis 30 Prozent in der Batterieindustrie. Mit der Gründung der Shidai Resources Group legt CATL das Fundament, um dieses Wachstum durch eine gesicherte Rohstoffbasis langfristig abzustützen.

CATLBergbauShidai Resources GroupLithiumBatterieherstellerKritische MineralienLieferketteElektrofahrzeuge

Disclaimer