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CATL stoppt Produktion in wichtigem Lithium-Bergwerk

Auslaufende Lizenz löst Preissprung und Kurssprünge bei Minenaktien aus

CATL stoppt Produktion in wichtigem Lithium-Bergwerk

Der chinesische Batteriekonzern Contemporary Amperex Technology (CATL) hat die Produktion in einem wichtigen Lithium-Bergwerk in Yichun in der südchinesischen Provinz Jiangxi eingestellt. Grund ist das Auslaufen der Betriebslizenz am 9. August. Das Unternehmen erklärte, es habe den Antrag auf Erneuerung der Genehmigung bereits gestellt und wolle den Betrieb „so bald wie möglich“ wieder aufnehmen, sobald die Genehmigung vorliegt.

Die Ankündigung führte zu deutlichen Reaktionen an den Rohstoff- und Aktienmärkten. Die meistgehandelten Lithiumcarbonat-Futures an der Guangzhou Futures Exchange stiegen um 8 Prozent und erreichten damit das tägliche Preislimit. Aktien börsennotierter Lithiumförderer in China und Australien legten um mehr als 10 Prozent zu. In China verzeichnete Ganfeng Lithium in Shenzhen ein Plus von über 4 Prozent, während die Hongkong-notierte Aktie um rund 10 Prozent zulegte. Tianqi Lithium stieg in Shenzhen um etwa 11 Prozent.

Unter den australischen Produzenten war Liontown Resources der größte Gewinner mit einem Kursanstieg von fast 25 Prozent. Pilbara Minerals, IGO, Core Lithium und Mineral Resources erhöhten sich zwischen 10,5 und 17,4 Prozent. Marktanalyst Tim Waterer von KCM Trade erklärte, die Nachricht reduziere den Angebotsdruck, der bisher auf den Lithiumpreisen lastete.

Die Kapazität des betroffenen CATL-Bergwerks in Yichun liegt bei etwas über 46.000 Tonnen Lithiumcarbonat-Äquivalent pro Jahr, was rund drei Prozent der für 2025 prognostizierten weltweiten Produktion entspricht. Der Standort gehört zu mehreren Minen, die CATL betreibt. Es handelt sich um die erste öffentlich bekannte Produktionsunterbrechung in Yichun, einem wichtigen Zentrum des chinesischen Lithiumabbaus.

Der Schritt folgt auf eine verstärkte Kontrolle der Branche durch die chinesischen Behörden, die seit Juli verstärkt gegen Überkapazitäten vorgehen. Die veränderte Tonlage aus Peking hatte zuletzt Hoffnungen auf Angebotsreformen geweckt, die nicht nur Lithium, sondern auch andere Rohstoffe wie Kohle und Stahl betreffen könnten. In diesem Zusammenhang war bereits der chinesische Produzent Zangge Mining in der Provinz Qinghai angewiesen worden, den Betrieb in einer Mine einzustellen.

Der Lithiumsektor steht derzeit unter Druck, da das Wachstum der Nachfrage nach Elektrofahrzeugen hinter den Erwartungen zurückbleibt und das Angebot den Markt übersteigt. Nach Rekordpreisen im Jahr 2022 sind die Lithiumpreise um fast 90 Prozent gefallen, was weltweit zu Kürzungen von Investitionsplänen geführt hat. Bereits im vergangenen Jahr hatte CATL die Produktion im Yichun-Projekt angepasst, bevor die Förderung im Februar wieder aufgenommen wurde.

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