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Cerebras Systems plant 200 MW KI-Rechenzentren in Europa bis 2027

Die Aktie von Cerebras Systems legte vorbörslich um 5,3 Prozent zu – dank ambitionierter Expansionspläne für europäische KI-Infrastruktur.

Cerebras Systems plant 200 MW KI-Rechenzentren in Europa bis 2027

Die Aktien von Cerebras Systems Inc (NASDAQ: CBRS) legten am Donnerstag im vorbörslichen Handel um 5,3 Prozent zu. Auslöser war die Ankündigung des Unternehmens, bis Ende 2027 insgesamt 200 Megawatt KI-Rechenzentrumskapazität in ganz Europa aufzubauen. Die Nachricht traf auf breites Interesse bei Investoren und sorgte für deutliche Kursgewinne.

Bereits bis Ende 2026 will Cerebras seine ersten europäischen Rechenzentrumskapazitäten in Betrieb nehmen. Dabei plant das Unternehmen einen zügigen Ausbau insbesondere in Frankreich und den nordischen Ländern. Ein Teil dieser Kapazitäten soll im Rahmen der bestehenden Partnerschaft mit OpenAI genutzt werden, um entsprechende Workloads zu unterstützen.

CEO Andrew Feldman machte die Pläne auf dem RAISE Summit in Paris öffentlich. „Wir kontrahieren erhebliche Kapazitäten für 2027, wobei Rechenzentren in Norwegen und Finnland vorgesehen sind, während wir den Ausbau in ganz Europa aktiv vorantreiben", sagte Feldman am Mittwoch. Die Expansion zielt darauf ab, die Hochgeschwindigkeits-KI-Inferenzinfrastruktur von Cerebras näher an europäische Nutzer zu bringen und so schnellere Antwortzeiten für KI-Workloads zu ermöglichen.

Wachsende Nachfrage nach lokaler KI-Infrastruktur in Europa

Laut Unternehmensangaben ist die Nachfrage nach lokaler KI-Infrastruktur mit geringer Latenz bei europäischen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Regierungen stark gestiegen. Viele dieser Akteure suchen nach Alternativen zu den in den USA und Asien konzentrierten Rechenkapazitäten. Cerebras positioniert sich damit gezielt als europäischer Anbieter von KI-Infrastruktur – ein Markt, der angesichts wachsender Datenschutz- und Souveränitätsdebatten in Europa zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Parallel zur europäischen Expansion gab Cerebras auch Neuigkeiten auf der Produktionsseite bekannt. Das Unternehmen kündigte eine erweiterte Fertigungspartnerschaft mit dem Elektronikhersteller Flex an. Ziel ist es, die Produktion des CS-3-KI-Beschleunigersystems an Standorten in Milpitas, Kalifornien, deutlich zu skalieren.

CS-3-Produktion soll sich bis 2026 versiebenfachen

Durch neue Produktionslinien, vergrößerte Flächen und zusätzliches qualifiziertes Fertigungspersonal soll die CS-3-Produktionskapazität bis 2026 um etwa das Siebenfache gesteigert werden. COO Dhiraj Mallick unterstrich die Bedeutung des Fertigungspartners: „Das CS-3 ist mit keinem bisher gebauten Computersystem vergleichbar, und die Skalierung seiner Produktion erfordert einen außergewöhnlichen Fertigungspartner."

Die Kursgewinne bei Cerebras erfolgten zudem vor dem Hintergrund einer breiteren Erholung der Chip-Aktien am Donnerstag. Der Sektor profitierte damit von einer allgemein positiven Marktstimmung, die die Bewegung bei CBRS zusätzlich begünstigte. Für Anleger bleibt Cerebras damit ein Unternehmen im Blick, das sowohl auf der Infrastruktur- als auch auf der Hardwareseite ambitionierte Wachstumsziele verfolgt.

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