CFM entwickelt Backup-Plan für revolutionäres Open-Rotor-Triebwerk
Joint Venture von GE Aerospace und Safran prüft alternative Triebwerksarchitektur parallel zum RISE-Projekt

Der Triebwerkshersteller CFM International arbeitet an einem alternativen Design für seine nächste Triebwerksgeneration. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Insider. Das Joint Venture von GE Aerospace und dem französischen Konzern Safran entwickelt parallel zu seinem Hauptprojekt eine konventionellere Lösung.
Das Unternehmen setzt primär auf ein Open-Rotor-Triebwerk mit freiliegendem Fan ohne klassische Verkleidung. Diese innovative Architektur verspricht im Rahmen des RISE-Forschungsprogramms Treibstoff- und Emissionseinsparungen von 20 Prozent. Die Technologie gilt als vielversprechendste Lösung für die kommende Generation von Airbus- und Boeing-Jets.
Die Entwicklung einer Backup-Lösung erfolgt jedoch strukturierter als bislang bekannt. Bei dieser Alternative würde der Fan in einem Gehäuse untergebracht, ähnlich wie bei heutigen Triebwerksverkleidungen. Damit hätte CFM eine konventionellere Option in der Hinterhand, falls sich die Open-Rotor-Technologie als nicht marktreif erweisen sollte.
Technologische Herausforderungen
Die Open-Rotor-Architektur gilt als technisch anspruchsvoll. Der freiliegende Fan muss höheren aerodynamischen Belastungen standhalten und strengere Lärmschutzauflagen erfüllen. Gleichzeitig bietet die Technologie das größte Potenzial für Effizienzsteigerungen in der Luftfahrtindustrie.
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Zur AktienanalyseFür die Flugzeughersteller Airbus und Boeing ist die Triebwerksentwicklung von strategischer Bedeutung. Beide Konzerne planen ihre nächste Flugzeuggeneration und sind auf effiziente Antriebslösungen angewiesen. Die Entscheidung für eine Triebwerksarchitektur wird voraussichtlich in den kommenden Jahren fallen.
CFM International ist der weltweit führende Hersteller von Flugzeugtriebwerken. Das Unternehmen beliefert beide großen Flugzeugbauer und dominiert den Markt für Narrowbody-Jets. Die RISE-Initiative steht für "Revolutionary Innovation for Sustainable Engines" und läuft seit 2021.


