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CFM entwickelt Plan B für klimafreundliche Flugzeugtriebwerke der Zukunft

Neben Open-Fan-Technologie arbeitet das Safran-GE-Joint-Venture an konventionellerem Advanced-Ducted-Design für Jets ab 2040.

CFM entwickelt Plan B für klimafreundliche Flugzeugtriebwerke der Zukunft

Der französisch-amerikanische Triebwerkshersteller CFM International entwickelt parallel zu seinem favorisierten Open-Fan-Konzept eine konventionellere Triebwerksarchitektur für die nächste Flugzeuggeneration. Das Joint Venture von GE Aerospace und Safran arbeitet laut Branchenkreisen an einem sogenannten "Advanced Ducted"-Design, das als Alternative zum radikalen Open-Rotor-Konzept dienen könnte.

Die Entwicklung wurde durch eine Stellenbeschreibung eines Safran-Mitarbeiters bekannt, die Reuters vorliegt. Darin wird ein Projekt namens "Advanced Ducted-Large" (ADL) erwähnt, das neben dem bekannten Open-Fan-Projekt im Rahmen des RISE-Forschungsprogramms läuft. Drei unabhängige Branchenquellen bestätigten die Existenz dieser alternativen Entwicklungslinie.

CFM setzt seit Jahren auf die Open-Rotor-Technologie, bei der ein großer, freiliegender Propeller ohne herkömmliche Verkleidung arbeitet. Das Unternehmen verspricht damit Treibstoff- und Emissionseinsparungen von 20 Prozent gegenüber heutigen Triebwerken. Diese Technologie gilt als die effizienteste Lösung für künftige Airbus- und Boeing-Jets, die ab 2040 in Dienst gestellt werden sollen.

Konventionelles Design als Absicherung

Das nun bekannt gewordene Advanced-Ducted-Design ähnelt stärker heutigen Triebwerken, bei denen der Propeller in einem Gehäuse untergebracht ist. Experten zufolge bietet diese Architektur zwar geringere Treibstoffeinsparungen als der Open Fan, könnte aber flexibler einsetzbar und leichter an verschiedene Flugzeugtypen anpassbar sein.

Die Entscheidung für eine der beiden Technologien wird nicht nur die Effizienz künftiger Verkehrsflugzeuge bestimmen, sondern auch die Produktstrategien von Airbus und Boeing maßgeblich beeinflussen. Beide Flugzeughersteller stehen unter erheblichem Druck, ihre CO2-Emissionen zu reduzieren und die Klimaziele der Luftfahrtbranche zu erreichen.

Unternehmen halten sich bedeckt

Sowohl Safran als auch GE Aerospace lehnten eine Stellungnahme zu den Entwicklungsplänen ab. Safran wird am Freitag seine Geschäftszahlen vorlegen. CFM und seine beiden Anteilseigner haben stets betont, jede Art von Triebwerk liefern zu können, die von den Flugzeugherstellern gewünscht wird.

Die Vergabe eines eigenen Codenamens für das Advanced-Ducted-Projekt ist jedoch das erste konkrete Zeichen dafür, dass CFM die konventionellere Alternative ernsthaft verfolgt. Bisher hatte das Unternehmen zwar nie ausgeschlossen, auch ein traditionelleres Design zu entwickeln, die Kommunikation konzentrierte sich aber stark auf die Vorteile der Open-Blade-Architektur.

Die parallele Entwicklung beider Technologien gibt CFM mehr Flexibilität bei künftigen Verhandlungen mit Airbus und Boeing. Welche Architektur letztlich zum Einsatz kommt, hängt von den Anforderungen der Flugzeughersteller und regulatorischen Vorgaben ab.

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