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Chase Growth Fund: Alphabet als Top-Holding und 240% KI-Gewinne

Der Fünf-Sterne-Fonds schlägt den S&P 500 über mehrere Zeiträume und setzt auf die „unsexy" Seite des KI-Ausbaus.

Chase Growth Fund: Alphabet als Top-Holding und 240% KI-Gewinne

Der Chase Growth Fund (CHAIX) zählt zu den bemerkenswertesten Wachstumsfonds am US-amerikanischen Markt. Mit einem Volumen von 124 Millionen US-Dollar und einer Fünf-Sterne-Bewertung von Morningstar hat sich der Fonds als ernstzunehmende Alternative zu den großen, stark konzentrierten Wachstumsfonds etabliert. Alphabet, die Muttergesellschaft von Google, nimmt dabei die Rolle der Top-Holding ein.

Was den Chase Growth Fund von vielen Mitbewerbern unterscheidet, ist sein sogenanntes „All-Cap"-Mandat. Das bedeutet, dass die Fondsmanager in Aktien mit Marktwerten von einer Milliarde US-Dollar bis hin in den Billionen-Bereich investieren können. Diese Flexibilität verschafft dem Team nach eigener Überzeugung einen entscheidenden Agilitätsvorteil gegenüber Fonds, die auf bestimmte Marktkapitalisierungsklassen beschränkt sind.

Starke Performance über mehrere Zeiträume

Die Zahlen sprechen für sich: Auf Einjahressicht erzielte der Chase Growth Fund ein Plus von 53 Prozent – verglichen mit lediglich 28 Prozent beim S&P 500 im gleichen Zeitraum. Doch die Outperformance ist kein kurzfristiges Phänomen. Der Fonds hat den S&P 500 auch über Zeiträume von drei, fünf und zehn Jahren übertroffen, was auf eine konsistente und nachhaltige Anlagestrategie hindeutet.

Im gegenwärtig stark konzentrierten Aktienmarkt werden viele große Wachstumsfonds von den führenden Technologiekonzernen mit Fokus auf Künstliche Intelligenz dominiert. Auch der Chase Growth Fund setzt auf KI – jedoch mit einem besonderen Blickwinkel. Die Fondsmanager haben offenbar frühzeitig auf die sogenannte „unsexy" Seite des KI-Ausbaus gesetzt und damit Gewinne von 240 Prozent erzielt.

Die „unsexy" Seite der Künstlichen Intelligenz

Mit der „unsexy" Seite des KI-Ausbaus sind jene Bereiche gemeint, die im öffentlichen Diskurs weniger glamourös wirken als die großen KI-Modelle selbst – etwa Infrastruktur, Rechenzentren, Energieversorgung oder spezialisierte Hardware. Diese Segmente sind jedoch unverzichtbar für den Betrieb und die Skalierung von KI-Systemen und bieten Anlegern oft attraktivere Einstiegsbewertungen als die prominenten KI-Vorzeigeunternehmen.

Für deutsche Privatanleger ist der Chase Growth Fund ein interessantes Beispiel dafür, wie aktives Fondsmanagement mit einem flexiblen Anlageuniversum auch in einem von Indexfonds dominierten Marktumfeld Mehrwert schaffen kann. Die Kombination aus Alphabet als Anker-Investment und gezielten Wetten auf KI-Infrastruktur zeigt, dass Wachstumsinvestieren mehr bedeutet als das bloße Nachbilden der größten Technologiekonzerne.

Der Fonds verdeutlicht zudem, dass die KI-Welle nicht nur durch direkte Investitionen in Modellentwickler wie OpenAI oder die großen Hyperscaler gespielt werden kann. Wer die gesamte Wertschöpfungskette im Blick behält, findet möglicherweise die attraktivsten Renditechancen abseits des Rampenlichts – wie die 240-Prozent-Gewinne des Chase Growth Fund eindrucksvoll belegen.

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