Check Point Software: Gewinn steigt um 30% dank KI-Cybersecurity-Boom
Israelischer Sicherheitsanbieter profitiert von steigender Nachfrage nach Schutz vor KI-gestützten Cyberangriffen.

Check Point Software Technologies hat im vierten Quartal 2025 einen Gewinnsprung von 26% verzeichnet und profitiert dabei vom wachsenden Bedarf an Cybersecurity-Lösungen im KI-Zeitalter. Der israelische Netzwerksicherheitsanbieter meldete einen bereinigten Gewinn von 3,40 US-Dollar je Aktie, deutlich über den Analystenschätzungen von 2,77 Dollar. Der Umsatz stieg um 6% auf 745 Millionen Dollar.
CEO Nadav Zafrir warnte vor einer neuen Dimension der Cyberbedrohungen: "Alles, was wir in den letzten Jahrzehnten aufgebaut haben, muss neu validiert werden." Angreifer nutzen zunehmend KI-gestützte Malware-Tools, um in Computersysteme einzudringen. "Wir sehen jeden Tag neue Angriffsvektoren und neue Fähigkeiten, die Schwachstellen und Bedrohungen schaffen, die wirklich beispiellos sind", erklärte er vor Journalisten.
Die Entwicklung zeigt: Unternehmen weltweit erhöhen ihre Cybersecurity-Budgets massiv, da künstliche Intelligenz Hackern immer raffiniertere Angriffsmethoden ermöglicht. Diese Dynamik beschert Check Point ein robustes Wachstum in einem zunehmend umkämpften Markt.
Starkes Gesamtjahr übertrifft Erwartungen
Im Gesamtjahr 2025 kletterte der bereinigte Gewinn pro Aktie um beeindruckende 30% auf 11,89 Dollar und übertraf damit die Konsensschätzung von 11,28 Dollar deutlich. Der Jahresumsatz wuchs um 6% auf 2,73 Milliarden Dollar und entsprach den Erwartungen der Analysten. Check Point kaufte im vierten Quartal eigene Aktien im Wert von rund 425 Millionen Dollar zurück – ein Zeichen des Vertrauens in die eigene Geschäftsentwicklung.
Die positive Entwicklung steht im Kontrast zur jüngsten Branchenkonsolidierung: Konkurrent Palo Alto Networks schloss am Mittwoch die Übernahme von CyberArk für 25 Milliarden Dollar ab. Zudem kündigte das Unternehmen eine Zweitnotierung in Tel Aviv an.
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Zur AktienanalyseAuf die Frage nach einer möglichen Zweitnotierung in Tel Aviv erteilte CEO Zafrir eine klare Absage. Check Point wolle trotz seines Sitzes in Israel weiterhin ausschließlich an der Nasdaq gehandelt werden. "Wir haben unser geistiges Eigentum hier, wir haben unsere Forschung und Entwicklung hier, wir haben unser Management hier und wir zahlen hier in Israel Steuern", betonte er.
Die Strategie scheint aufzugehen: Mit seiner Fokussierung auf KI-basierte Sicherheitslösungen positioniert sich Check Point optimal für die kommenden Jahre. Branchenexperten erwarten, dass die Ausgaben für Cybersecurity weiter steigen werden, da die Bedrohungslage durch KI-gestützte Angriffe zunimmt. Für Anleger bietet das Unternehmen damit eine attraktive Wachstumsstory in einem strukturell wachsenden Markt.


