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Chevron plant Milliardenofferte für Lukoil-Assets

Gemeinsames Vorgehen mit Quantum bei internationalen Vermögenswerten im Fokus

Chevron plant Milliardenofferte für Lukoil-Assets

Chevron und die Private-Equity-Gesellschaft Quantum Energy Partners arbeiten an einem gemeinsamen Gebot für die internationalen Vermögenswerte des russischen Ölkonzerns Lukoil. Nach einem Bericht der Financial Times beläuft sich der geschätzte Wert dieser Vermögenswerte auf rund 22 Milliarden US-Dollar. Die Gespräche befinden sich demnach in einem fortgeschrittenen Stadium, konkrete Details zu Struktur und Zeitpunkt eines möglichen Angebots sind jedoch bislang nicht bekannt.

Weder Chevron noch Quantum Energy Partners äußerten sich zunächst zu dem Bericht. Auch von Lukoil selbst sowie vom Weißen Haus lag keine unmittelbare Stellungnahme vor. Die möglichen Transaktionen betreffen ausschließlich das internationale Portfolio von Lukoil und nicht dessen inländische Aktivitäten in Russland. Beobachter sehen darin einen weiteren Schritt westlicher Unternehmen, sich selektiv Zugang zu globalen Energieanlagen zu verschaffen, die infolge geopolitischer Entwicklungen auf den Markt gekommen sind.

Bereits im November hatte Reuters berichtet, dass Chevron Optionen prüfe, um die weltweiten Vermögenswerte von Lukoil zu erwerben. Diese Überlegungen wurden im Dezember durch weitere Berichte ergänzt, wonach auch andere Interessenten aktiv sind. Demnach trat das saudi-arabische Unternehmen Midad Energy als einer der führenden Bieter für die internationalen Lukoil-Vermögenswerte auf. Dies deutet auf einen wettbewerbsintensiven Verkaufsprozess hin, bei dem mehrere Akteure aus unterschiedlichen Regionen involviert sind.

Sollte es zu einer Einigung kommen, planen Chevron und Quantum Energy Partners laut Financial Times, die erworbenen Vermögenswerte untereinander aufzuteilen. Dies würde es beiden Partnern ermöglichen, ihre jeweiligen strategischen Schwerpunkte zu berücksichtigen. Für Chevron könnten insbesondere Produktions- und Förderanlagen außerhalb Russlands von Interesse sein, während Quantum Energy Partners als Finanzinvestor auf eine gezielte Weiterentwicklung oder spätere Veräußerung einzelner Beteiligungen setzen könnte.

Der mögliche Deal fällt in eine Phase erhöhter Aufmerksamkeit für den globalen Energiemarkt. Internationale Öl- und Gasunternehmen passen ihre Portfolios zunehmend an veränderte politische Rahmenbedingungen und Marktanforderungen an. Gleichzeitig bleiben großvolumige Transaktionen selten, was dem potenziellen Lukoil-Verkauf zusätzliche Bedeutung verleiht. Ob und wann ein verbindliches Angebot vorgelegt wird, bleibt vorerst offen.

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