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China-Automarkt: Absturz im Januar trifft BYD besonders hart

Verkäufe brechen um fast 20 Prozent ein – Elektroautos und Hybride verlieren überraschend stark

China-Automarkt: Absturz im Januar trifft BYD besonders hart

Der chinesische Automarkt ist mit einem Paukenschlag ins Jahr 2025 gestartet. Im Januar verkauften die Hersteller nur noch 1,4 Millionen Fahrzeuge – ein Minus von 19,5 Prozent gegenüber Dezember. Das ist der stärkste Rückgang seit einem Jahr, wie der Branchenverband CAAM mitteilte.

Besonders überraschend: Elektroautos und Plug-in-Hybride, die sogenannten New Energy Vehicles (NEV), traf es noch härter. Ihre Verkäufe stürzten um 22,9 Prozent ab. Das ist bemerkenswert, denn diese Fahrzeugkategorie hatte sich zuletzt deutlich besser entwickelt als der Gesamtmarkt. Der weltweit größte Automarkt kämpft mit einem brutalen Preiskampf, gekürzten Staatssubventionen und einer schwächelnden Wirtschaft.

Marktführer BYD musste im Januar einen Absatzeinbruch von 30 Prozent verkraften. Fast die Hälfte der verkauften Fahrzeuge ging ins Ausland – und genau dort liegt der einzige Lichtblick für die chinesischen Hersteller. Die Exporte von E-Autos und Hybriden haben sich mehr als verdoppelt.

Strukturelle Probleme belasten die Nachfrage

Zwar schwanken die Verkaufszahlen zu Jahresbeginn traditionell wegen des chinesischen Neujahrsfests. Doch dass der Einbruch so massiv ausfällt, obwohl das Fest erst Mitte Februar beginnt, alarmiert Branchenexperten. Normalerweise ziehen Käufer ihre Autokäufe vor dem Fest vor.

Ein Hauptgrund für die Flaute: Die Regierung hat die Eintauschprämie geändert und Zuschüsse für günstigere Modelle gekürzt. Hinzu kommen die anhaltende Immobilienkrise und der schwache Arbeitsmarkt, die auf die Kauflaune drücken. Manche Hersteller bieten inzwischen Autokredite mit bis zu acht Jahren Laufzeit an, um Kunden zu locken.

Neue Sicherheitsvorschriften verschärfen den Druck

Ab 2027 plant Peking weitere Einschnitte für die Branche. Nach mehreren spektakulären Unfällen sollen versenkbare Türgriffe verboten werden – ein Design-Element, das Tesla populär gemacht hat. Auch Beschränkungen bei der Beschleunigung von Elektroautos stehen zur Diskussion.

Für internationale Anleger ist die Entwicklung in China ein wichtiger Indikator. Der Markt ist nicht nur der größte der Welt, sondern auch ein Zukunftslabor für Elektromobilität. Die aktuellen Zahlen zeigen: Selbst in diesem Wachstumsmarkt können staatliche Eingriffe und wirtschaftliche Schwäche die Dynamik schnell bremsen.

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