China erhält vierte LNG-Lieferung aus Russland
Über 552.000 Kubikmeter aus Arctic LNG 2 seit Ende August eingetroffen

China hat eine weitere Lieferung von Flüssigerdgas aus dem von Sanktionen betroffenen russischen Projekt Arctic LNG 2 erhalten. Nach Angaben von Schiffsverfolgungsdaten wurde am 14. September die vierte Ladung an einem chinesischen Hafen gelöscht. Nur wenige Tage zuvor war bereits ein drittes Schiff aus Russland eingetroffen. Damit summiert sich die Menge der seit Ende August nach China gelieferten Ladungen auf mehr als 552.000 Kubikmeter LNG.
Das zuletzt eingesetzte Tankschiff, die unter Sanktionen stehende „Buran“, hatte am 12. September das Beihai LNG Terminal in der südwestchinesischen Region Guangxi erreicht. An Bord befanden sich über 166.000 Kubikmeter Flüssigerdgas, die zuvor am 22. August im russischen Gydan in Nordsibirien verladen worden waren. Das Terminal in Guangxi nahm damit erneut eine größere Lieferung aus dem umstrittenen Projekt entgegen.
Parallel dazu befindet sich bereits ein weiteres Schiff auf dem Weg nach China. Es handelt sich um die ebenfalls sanktionierte „Iris“, die mehr als 166.000 Kubikmeter LNG geladen hat. Nach den Daten der Schiffsverfolgung wurde die Fracht bereits am 28. Juni in Gydan aufgenommen. Damit wäre es die fünfte Lieferung, die im Rahmen von Arctic LNG 2 in den vergangenen Wochen auf den Weg nach China geschickt wurde.
Das Projekt Arctic LNG 2, an dem der russische Energiekonzern Novatek mit einem Anteil von 60 Prozent beteiligt ist, war ursprünglich als eines der größten LNG-Vorhaben Russlands geplant. Ziel war es, eine jährliche Förderkapazität von 19,8 Millionen Tonnen Flüssigerdgas zu erreichen. Doch seit dem Inkrafttreten westlicher Sanktionen ist die Zukunft des Projekts ungewiss. Die Strafmaßnahmen richten sich gegen russische Energielieferungen und erschweren sowohl Finanzierung als auch technische Umsetzung.
Trotz dieser Einschränkungen hat Russland in den vergangenen Wochen mehrere große Tankerladungen von Gydan nach China verschiffen können. Das deutet auf eine fortgesetzte Abnahmebereitschaft Pekings hin, während westliche Märkte weitgehend verschlossen bleiben. Die bisherigen Transporte zeigen zugleich, dass die Logistik für den LNG-Export aus dem Hohen Norden nach Asien weiterhin funktioniert.
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Zur AktienanalyseMit jeder zusätzlichen Lieferung wächst die Menge an russischem Flüssigerdgas, die nach China gelangt, trotz der internationalen Bemühungen, das Projekt zu isolieren. Die jüngsten Daten dokumentieren, dass die Sanktionen bislang keine vollständige Blockade des Energieflusses aus dem arktischen Projekt bewirken konnten.


