China genehmigt Codelco-SQM-Lithiumprojekt
Auflagen sichern Lieferungen an chinesische Kunden und stärken staatliche Kontrolle in Chile

Chinas Marktaufsichtsbehörde hat dem geplanten Joint Venture zwischen dem chilenischen Staatskonzern Codelco und dem Lithiumproduzenten SQM unter Auflagen zugestimmt. Wie die Behörde mitteilte, erfolgte die Genehmigung nach einer Konsultation mit staatlichen Stellen, Branchenverbänden, Wettbewerbern und Abnehmern aus der Industrie. Die Auflagen sollen sicherstellen, dass die Versorgung chinesischer Kunden mit Lithiumcarbonat auch bei Veränderungen auf dem Weltmarkt gewährleistet bleibt. Beide Unternehmen seien verpflichtet, die Belieferung nicht einzuschränken oder zu verzögern.
Codelco und SQM planen, in den Atacama-Salzebenen eine gemeinsame Produktionsgesellschaft zu gründen. Das Vorhaben ist Teil der Strategie von Präsident Gabriel Boric, den staatlichen Einfluss in der Lithiumindustrie zu stärken und die Förderung des Rohstoffs auszuweiten. Zuvor hatten bereits die Wettbewerbsbehörden in der Europäischen Union, Brasilien, Japan, Südkorea und Saudi-Arabien ihre Zustimmung erteilt. Mit der Entscheidung aus Peking wurde nun eine der letzten regulatorischen Hürden genommen.
Der chilenische Wirtschaftsminister Alvaro Garcia hatte im August erklärt, er rechne mit dem Abschluss der Vereinbarung noch vor dem Ende der aktuellen Regierungsperiode im Jahr 2026. Das Projekt war in Chile politisch umstritten und wurde unter anderem durch Klagen und Kritik von Abgeordneten begleitet. Zudem hatte der chinesische Großaktionär Tianqi, der Anteile an SQM hält, rechtliche Schritte gegen das Vorhaben eingeleitet.
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Zur AktienanalyseDie nun erteilte Genehmigung gilt als entscheidender Schritt für den globalen Lithiumsektor. Sie könnte Chinas Zugriff auf wichtige Rohstoffquellen weiter festigen und gleichzeitig den chilenischen Ausbau der Lithiumförderung beschleunigen.


