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China reduziert Export seltener Erden deutlich

Rückgang folgt auf Rekordmonat – Daten bleiben vorerst schwer interpretierbar

China reduziert Export seltener Erden deutlich

Die Ausfuhren seltener Erden aus China sind im Juli um 23 Prozent zurückgegangen, nachdem sie im Vormonat ein Rekordhoch erreicht hatten. Das zeigen Daten der chinesischen Zollverwaltung. Insgesamt exportierte die Volksrepublik im Juli 5.994,3 Tonnen dieser strategisch wichtigen Rohstoffe. Im Juni waren die Ausfuhren noch auf den höchsten Stand seit mindestens 2014 gestiegen. Der Rückgang weckt Fragen über Pekings tatsächliche Absichten bei der Ausweitung seiner Exportpolitik, liefert jedoch aufgrund der vorläufigen Datenlage noch keine belastbare Grundlage für weitergehende Einschätzungen.

China steht als weltweit größter Produzent seltener Erden im Zentrum internationaler Beobachtung. Hintergrund ist eine Reihe von Abkommen mit den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union, in denen sich Peking bereit erklärt hatte, seine Lieferungen zu erhöhen und das im April eingeführte restriktive Lizenzierungssystem zu lockern. Dieses war als Reaktion auf US-Zölle eingeführt worden. Die nun veröffentlichten Zahlen unterscheiden jedoch nicht zwischen den verschiedenen Arten seltener Erden und deren Produkten. Einige dieser Erzeugnisse unterliegen keinen Exportbeschränkungen, was die Bewertung zusätzlich erschwert.

Die Daten zur Ausfuhr sind traditionell stark schwankend. Zwei- bis dreistellige prozentuale Ausschläge in beide Richtungen sind keine Seltenheit. Eine detailliertere Aufschlüsselung, insbesondere zu den Exporten von Magneten aus seltenen Erden, wird für den 20. August erwartet. Bereits im vergangenen Monat waren die Ausfuhren solcher Magnete in die USA und nach Deutschland deutlich gestiegen. Diese Produkte sind für die Automobilindustrie, die Elektronikbranche sowie die Rüstungsindustrie von zentraler Bedeutung.

Während westliche Länder wie die USA, europäische Staaten und Australien neue Förderprojekte finanziell unterstützen oder entsprechende Maßnahmen prüfen, verstärkt China hinter den Kulissen seine Kontrolle über den strategischen Sektor. So veröffentlichte die Regierung im vergangenen Monat die ersten Förder- und Verhüttungsquoten für das Jahr 2025 – allerdings ohne die sonst übliche öffentliche Bekanntmachung.

Trotz des Rückgangs im Juli zeigen die kumulierten Zahlen ein Wachstum: In den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres belief sich Chinas Exportvolumen seltener Erden auf insgesamt 38.563,6 Tonnen. Das entspricht einem Anstieg um 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

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