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China soll laut US-Geheimdienst Waffen an Iran liefern

US-Geheimdienste warnen: Peking bereitet offenbar Waffenlieferungen an Teheran vor – über Drittländer verschleiert.

China soll laut US-Geheimdienst Waffen an Iran liefern

Laut einem Bericht des US-Fernsehsenders CNN bereitet China Waffenlieferungen an den Iran vor. US-Geheimdienste haben demnach Anzeichen dafür entdeckt, dass Peking die Lieferungen über Drittländer umleiten will, um deren Herkunft zu verschleiern. Die Informationen stammen CNN zufolge aus nicht namentlich genannten Quellen.

Konkret soll es sich bei den geplanten Lieferungen um schultergestützte Flugabwehrraketensysteme handeln, sogenannte MANPADS (Man-Portable Air-Defense Systems). Diese tragbaren Waffensysteme gelten als besonders gefährlich, da sie von Einzelpersonen bedient werden können und in der Lage sind, Luftfahrzeuge in niedrigen Höhen zu bekämpfen. Ihre mögliche Weitergabe an den Iran würde die geopolitische Lage im Nahen Osten erheblich belasten.

Das US-Außenministerium, das Weiße Haus sowie die chinesische Botschaft in Washington reagierten laut Reuters nicht unmittelbar auf Anfragen um eine Stellungnahme. Damit bleibt eine offizielle Bestätigung oder Dementierung der Berichte vorerst aus.

Hochrangige Verhandlungen in Islamabad

Vor dem Hintergrund dieser Berichte planen die USA und der Iran hochrangige Gespräche in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad. Die Verhandlungen sollen am Samstag stattfinden und nach Wegen zur Beendigung eines seit sechs Wochen andauernden Konflikts suchen. Pakistan übernimmt damit eine wichtige Vermittlerrolle in einem der derzeit brisantesten geopolitischen Konflikte weltweit.

Die Meldung über mögliche chinesische Waffenlieferungen fällt in eine äußerst sensible diplomatische Phase. Sollten sich die Berichte bestätigen, könnte dies die laufenden Verhandlungsbemühungen erheblich erschweren und das Verhältnis zwischen Washington und Peking weiter belasten. China und die USA befinden sich ohnehin in einem angespannten geopolitischen Wettbewerb, der sich auf Handels-, Technologie- und Sicherheitsfragen erstreckt.

Für Anleger und Märkte sind solche geopolitischen Entwicklungen stets relevant: Eskalationen im Nahen Osten wirken sich traditionell auf Energiepreise, Rüstungsaktien und sichere Häfen wie Gold aus. Die Unsicherheit rund um den Iran-Konflikt und eine mögliche chinesische Beteiligung dürfte die Risikowahrnehmung an den internationalen Finanzmärkten weiter erhöhen.

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