China und USA einigen sich auf Zollsenkungen für ausgewählte Waren
Nach dem Gipfeltreffen in Peking verkündet das chinesische Handelsministerium grundsätzliche Einigung auf gegenseitige Zollsenkungen.

China und die USA haben sich nach einem hochkarätigen Gipfeltreffen in Peking grundsätzlich auf die Senkung von Zöllen für ausgewählte Waren geeinigt. Das chinesische Handelsministerium gab diese Einigung am Samstag in einer offiziellen Erklärung bekannt. Beide Seiten hätten sich „grundsätzlich darauf geeinigt, Zölle auf Produkte von gleicher Bedeutung für beide Seiten zu senken", hieß es in der Mitteilung.
Im Mittelpunkt der Vereinbarungen steht auch der Agrarhandel. China und die USA wollen den bilateralen Handel mit Agrarprodukten durch „gegenseitige Zollsenkungen für eine bestimmte Palette von Produkten" ausbauen. Welche konkreten Produkte davon betroffen sein werden, war zunächst nicht bekannt. Darüber hinaus sollen nichttarifäre Hemmnisse und Marktzugangsfragen im Bereich Agrargüter angegangen werden.
Flugzeuge und Triebwerke im Fokus
Neben dem Agrarsektor erzielten beide Länder auch Vereinbarungen über den Kauf amerikanischer Flugzeuge. Die USA garantieren zudem die Lieferung von Flugzeugtriebwerken und -teilen nach China, wie das Handelsministerium mitteilte. US-Präsident Donald Trump hatte nach dem Treffen die chinesischen Zusagen zum Kauf von Agrargütern und Flugzeugen hervorgehoben und behauptet, China habe auch dem Kauf von amerikanischem Öl zugestimmt.
Zur institutionellen Absicherung der Gespräche vereinbarten beide Seiten die Einrichtung von Handels- und Investitionsräten. Diese sollen künftig als Plattform dienen, um Themen wie Zollsenkungen strukturiert zu erörtern. Das Handelsministerium betonte, dass die Handelsteams beider Seiten die Ergebnisse „so schnell wie möglich finalisieren und gemeinsam an deren Umsetzung arbeiten" werden.
Hintergrund: Handelskrieg und geopolitische Spannungen
Das Treffen zwischen US-Präsident Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping fand vor dem Hintergrund erheblich angespannter Beziehungen zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt statt. Ein erbitterter Handelskrieg im Jahr 2025 hatte die Beziehungen belastet. Zusätzlich blieben beide Länder uneins über US-Exportbeschränkungen für Chips für künstliche Intelligenz nach China.
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Zur AktienanalyseEin weiteres zentrales Thema der Gespräche war Taiwan. China hatte Taiwan als einen Schwerpunkt der Verhandlungen markiert und davor gewarnt, dass ein falscher Umgang mit der Situation zu einem Konflikt mit den USA führen könnte. Trump warnte Taiwan in einem Interview mit Fox News – nur wenige Stunden nach seinem Treffen mit Xi – vor einer Unabhängigkeitserklärung von China. Peking beansprucht Taiwan seit langem als Teil seines Territoriums und kritisiert die Waffenlieferungen Washingtons an Taipeh.
Die Erklärung des chinesischen Handelsministeriums vom Samstag deutet darauf hin, dass beide Seiten die konkreten Ergebnisse des Gipfels noch immer aushandeln. Für Anleger und Unternehmen mit Bezug zum transatlantischen und transpazifischen Handel bleibt die Entwicklung dieser Gespräche von erheblicher Bedeutung. Eine dauerhafte Entspannung im US-chinesischen Handelskonflikt könnte globale Lieferketten und Märkte spürbar beeinflussen.


