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China warnt Korea vor Exporten an US-Firmen

Drohende Sanktionen bei Produkten mit Seltenerdmetallen in der Rüstungsindustrie

 China warnt Korea vor Exporten an US-Firmen

Die chinesische Regierung hat laut einem Bericht der Korea Economic Daily südkoreanische Unternehmen darum gebeten, keine Produkte mit chinesischen Seltenerdmetallen an US-Rüstungsfirmen zu liefern. Das Anliegen wurde demnach über Briefe an südkoreanische Firmen übermittelt, die unter anderem Transformatoren, Batterien, Displays, Elektrofahrzeuge, Luft- und Raumfahrt- sowie medizinische Geräte herstellen. In einer ersten Version des Berichts war von einer Warnung durch das chinesische Handelsministerium die Rede gewesen, diese Angabe wurde jedoch später auf die chinesische Regierung korrigiert.

Das südkoreanische Industrieministerium erklärte am Mittwoch, es prüfe derzeit in Zusammenarbeit mit der chinesischen Regierung und betroffenen Unternehmen, ob entsprechende Mitteilungen tatsächlich versendet wurden. Bislang sei nicht bestätigt, dass südkoreanische Firmen offizielle Schreiben der chinesischen Seite erhalten hätten. Das chinesische Handelsministerium äußerte sich auf Anfragen nicht.

Hintergrund der Entwicklung sind Exportbeschränkungen, die China Anfang April auf bestimmte Seltenerdmetalle verhängt hatte. Diese Maßnahmen sind Teil einer umfassenderen Reaktion auf US-Strafzölle. Die Exportbeschränkungen betreffen Mineralien, die unter anderem für die Herstellung von Waffen, Elektronikgeräten und Konsumgütern notwendig sind. Unternehmen, die entsprechende Stoffe exportieren wollen, müssen nun eine Ausfuhrgenehmigung beim chinesischen Handelsministerium beantragen. Das Verfahren ist nicht transparent und kann mehrere Wochen oder sogar Monate dauern.

China ist der weltweit größte Produzent von Seltenerdmetallen und deckt rund 90 Prozent des globalen Bedarfs. Zwar verfügt auch die US-Regierung über eigene Lagerbestände, diese reichen jedoch nicht aus, um die Rüstungsindustrie dauerhaft zu versorgen. Südkorea gab Anfang April bekannt, über Vorräte von mehr als sechs Monaten bei einigen der betroffenen sieben Seltenerdmetalle zu verfügen, darunter Dysprosium, das für Spezialmagneten im Bereich sauberer Energien wie Elektrofahrzeuge und Windkraftanlagen verwendet wird.

Am Donnerstag sollen hochrangige südkoreanische Regierungsvertreter in Washington mit ihren US-amerikanischen Kollegen über die aktuellen Zölle beraten. Die chinesische Regierung hatte am Montag davor gewarnt, breitere wirtschaftliche Vereinbarungen mit den USA auf Kosten Chinas zu treffen. Unterdessen äußerte sich der US-Finanzminister optimistisch über eine mögliche Entspannung der Handelsbeziehungen mit China.

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