Chinas Immobilienkrise verschärft sich
Die Gründer-Familie hinter Country Garden stemmt sich gegen die Krisen

Chinas Immobilienmarkt durchlebt turbulente Zeiten, und der Riese Country Garden ist keine Ausnahme. Mit Bauprojekten, die sich wie Mahnmale über das Land erstrecken und einer Schuldenlast von 180 Milliarden Euro, befindet sich das Unternehmen am Rande eines finanziellen Abgrunds. Der Gründer des Unternehmens, Yang Guoqiang, der sich eigentlich im Ruhestand befand, hat sich nun persönlich eingeschaltet, um das Unternehmen zu retten.
Trotz Yangs Bemühungen hat Country Garden kürzlich Schwierigkeiten eingeräumt, eine fällige Zahlung über 57 Millionen Euro zu leisten. Um den enormen Schuldenbetrag, der in den kommenden zwölf Monaten ansteht, entgegenzuwirken, gewährt die Gründerfamilie ein zinsloses Darlehen über 300 Millionen Dollar. Solch ein finanzielles Engagement der Gründerfamilie unterstreicht die Schwere der Lage.
Die Immobilienkrise in China ist nicht nur ein Problem für Country Garden. Insgesamt 46 Immobilienentwickler, das entspricht einem Marktanteil von rund 36 Prozent, können ihre Schulden nicht mehr bedienen. Diese Krise erzeugt eine wachsende Besorgnis bei den Käufern, die zögern, in den Immobilienmarkt zu investieren, insbesondere bei Neubauten. Diese Skepsis war während der "Goldenen Woche" im Oktober spürbar, einer Zeit, die normalerweise von Hauskäufen geprägt ist.
Die Krise wirkt sich auch auf die wirtschaftliche Erholung Chinas aus, die bereits durch die dreijährigen Auswirkungen der Pandemie ins Wanken geraten ist. Bis zu 30 Prozent des chinesischen Bruttoinlandsprodukts hängen direkt oder indirekt von der Immobilienbranche ab. Ein Kollaps eines Riesen wie Country Garden könnte eine Schockwelle durch die Wirtschaft des Landes senden, mit potenziellen Auswirkungen auf wichtige Handelspartner wie Deutschland.
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Zur AktienanalyseExperten sind jedoch der Ansicht, dass diese Krise als Katalysator für eine notwendige Marktbereinigung dienen könnte. Die Aussicht auf eine Abkühlung des überhitzten Immobilienmarktes könnte mittel- bis langfristig positiv sein, aber der Weg dorthin wird zweifellos schmerzhaft sein. Während einige glauben, dass es bis zu einem Jahrzehnt dauern könnte, bis sich der Immobilienmarkt stabilisiert, prognostizieren andere, dass die notwendige Korrektur in nur zwei Jahren eintreten könnte.


