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Chinas MiniMax veröffentlicht KI-Videomodell H3 mit 2K-Auflösung

Das Shanghaier KI-Unternehmen MiniMax bringt H3 auf den Markt und verschärft den Wettbewerb mit ByteDance und Kuaishou.

Chinas MiniMax veröffentlicht KI-Videomodell H3 mit 2K-Auflösung

Das chinesische KI-Unternehmen MiniMax hat am Freitag sein neues Videomodell H3 veröffentlicht. Das Modell kann Texte, Bilder, Videos und Audio verarbeiten und richtet sich damit direkt gegen die Konkurrenten ByteDance und Kuaishou, die den schnell wachsenden Markt für KI-generierte Videos bislang dominieren.

H3 ist in der Lage, Videos von bis zu 15 Sekunden Länge in 2K-Auflösung mit nativem Stereo-Sound zu erstellen. Darüber hinaus kann das Modell bestehende Inhalte bearbeiten und Bewegungen von einem Video auf ein anderes übertragen. Dabei lassen sich Anweisungen und Referenzmaterialien in verschiedenen Formaten nutzen.

Open-Weight-Ansatz als strategischer Schachzug

MiniMax plant, die Modellgewichte von H3 innerhalb weniger Tage zu veröffentlichen. Damit können Nutzer das zugrunde liegende System herunterladen und für eigene Zwecke anpassen. Dieser Schritt weitet den Open-Weight-Ansatz, den chinesische KI-Entwickler zunehmend verfolgen, erstmals auf den Bereich der Videogenerierung aus – ein Segment, in dem viele namhafte Modelle nach wie vor proprietär und damit nicht frei zugänglich sind.

Das 2022 gegründete Unternehmen zählt zu Chinas sogenannten „KI-Tigern" – einer Gruppe finanzstarker Start-ups, die im hart umkämpften Markt für Basismodelle sowohl mit heimischen Tech-Giganten als auch mit US-amerikanischen Branchenführern konkurrieren. Im Januar debütierte MiniMax an der Hongkonger Börse und war damit nach Z. AI das zweite Unternehmen dieser Gruppe, das den Schritt an die Kapitalmärkte wagte.

Reuters hatte bereits Anfang Juli unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person berichtet, dass MiniMax die Einführung von H3 für Ende des Monats plane. Demnach entwickelt das Unternehmen zudem ein Sprachmodell mit 2,7 Billionen Parametern – ein Vorhaben, das die technologischen Ambitionen von MiniMax unterstreicht.

Intensiver Wettbewerb unter chinesischen Videomodell-Entwicklern

Der Konkurrenzkampf im chinesischen Markt für KI-Videomodelle hat sich zuletzt deutlich verschärft. ByteDance veröffentlichte Anfang des Jahres Seedance 2.0, das mit seiner Fähigkeit, komplexe Clips aus Kombinationen von Text, Bildern, Audio und Video zu erstellen, großes Aufsehen erregte. Kurz darauf folgte Kuaishou mit dem Release von Kling 3.0.

MiniMax positioniert H3 klar für kommerzielle Anwendungen. Das Unternehmen nennt Werbung, E-Commerce, Produktdesign und Spiele als zentrale Einsatzgebiete. Ein weiterer Wettbewerbsvorteil soll der Preis sein: Die Erstellung von 2K-Videos mit H3 soll weniger als ein Drittel der Kosten marktgängiger Konkurrenzprodukte verursachen.

Vor dem Hintergrund der wachsenden Bestrebungen im chinesischen KI-Sektor, die Abhängigkeit von US-amerikanischen Halbleitern zu reduzieren, betont MiniMax zudem, dass H3 für den Betrieb mit mehreren in China hergestellten Chips ausgelegt wurde. Dieser Aspekt gewinnt angesichts der anhaltenden geopolitischen Spannungen und US-Exportbeschränkungen für Hochleistungschips zunehmend an strategischer Bedeutung für die gesamte chinesische KI-Branche.

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