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Chinas Rohstoffimporte starten schwach ins Jahr

Wetter, Sanktionen und Preise dämpfen Nachfrage nach Öl, Erz, Kohle und Kupfer

 Chinas Rohstoffimporte starten schwach ins Jahr

Chinas Einfuhren wichtiger Rohstoffe fielen im ersten Quartal 2025 insgesamt schwach aus. Die vier zentralen Importgüter – Rohöl, Eisenerz, Kohle und Kupfer – verzeichneten jeweils Rückgänge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Gründe für diese Entwicklung sind jedoch unterschiedlich und reichen von vorübergehenden Einflüssen bis hin zu strukturellen Herausforderungen.

Bei Rohöl beliefen sich die Importe in den ersten drei Monaten des Jahres auf 135,25 Millionen Tonnen, was umgerechnet 10,97 Millionen Barrel pro Tag entspricht. Das bedeutet einen Rückgang von 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Während die Einfuhren im Januar und Februar schwach blieben, kam es im März zu einem sprunghaften Anstieg auf 12,1 Millionen Barrel pro Tag – dem höchsten Wert seit August 2023. Diese Entwicklung dürfte eher durch vorgezogene Käufe chinesischer Raffinerien aufgrund befürchteter neuer US-Sanktionen gegen den iranischen und russischen Ölsektor zu erklären sein als durch eine nachhaltige Erholung der heimischen Nachfrage. So stiegen Chinas Ölimporte aus Iran laut Schätzungen im März auf 1,37 Millionen Barrel pro Tag, verglichen mit 746.000 im Februar. Die seegestützten Importe aus Russland erhöhten sich im selben Zeitraum von 760.000 auf 1,25 Millionen Barrel pro Tag, zuzüglich knapp einer Million Barrel aus Pipeline-Lieferungen.

Auch die Eisenerzeinfuhren entwickelten sich rückläufig. Im März betrugen sie 93,97 Millionen Tonnen, ein Rückgang gegenüber Februar sowie ein Minus von 6,7 Prozent im Jahresvergleich. Im gesamten ersten Quartal lagen sie bei 285,31 Millionen Tonnen, 7,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Hauptursache dafür waren witterungsbedingte Verzögerungen in Australien, das etwa zwei Drittel der chinesischen Importe liefert. Im Februar sanken die australischen Eisenerzausfuhren auf den niedrigsten Stand seit fünf Jahren, bevor sie sich im März wieder erholten, was auf stärkere Importe im April hindeuten könnte.

Die Kohleimporte gingen im Quartalsvergleich um 0,9 Prozent auf 114,85 Millionen Tonnen zurück. Auch hier spielten wetterbedingte Einschränkungen in Australien eine Rolle. Zudem führten gesunkene Binnenpreise dazu, dass chinesische Versorger vermehrt auf heimische Lieferanten auswichen.

Im Kupferbereich sank der Import von unbearbeitetem Kupfer um 5,2 Prozent auf 1,3 Millionen Tonnen. Dies ist unter anderem auf eine verstärkte Ausfuhr in die USA zurückzuführen, wo Händler aufgrund höherer Preise und möglicher neuer Zölle durch die Regierung Trump schnelle Lieferungen bevorzugten. Chinesische Abnehmer hielten sich daher zunächst zurück, um möglicherweise günstigere Preise abwarten zu können.

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