Chinas Seltenerdeexporte steigen deutlich
Neue Ausfuhrlizenzen und politische Signale treiben Handelsdynamik im November

China verzeichnete im November einen deutlichen Anstieg seiner Seltenerdeexporte. Es war der erste vollständige Monat, seit Präsident Xi Jinping und der damalige US-Präsident Donald Trump vereinbart hatten, die Ausfuhr dieser kritischen Mineralien zu beschleunigen. Nach Angaben der chinesischen Zollbehörde erhöhten sich die Ausfuhren gegenüber Oktober um 26,5 % auf 5.493,9 Tonnen. Damit setzte sich der bereits im Vormonat begonnene Aufwärtstrend fort.
Die Daten lassen noch offen, ob die höheren Liefermengen überwiegend in die USA oder nach Europa gingen. Eine Aufschlüsselung nach Zielländern soll am 20. Dezember veröffentlicht werden. Der deutliche Anstieg erfolgt vor dem Hintergrund der im April eingeführten Exportkontrollen für die 17 strategisch wichtigen Mineralien, die in der Automobilindustrie, in der Unterhaltungselektronik und im Verteidigungssektor eingesetzt werden. Die Pflicht, für jede Ausfuhr eine individuelle Lizenz zu beantragen, hatte in den vergangenen Monaten zu Engpässen geführt und Teile der automobilen Lieferkette zum Stillstand gebracht.
China hatte dadurch erheblichen Einfluss auf die laufenden Handelsgespräche mit den USA gewonnen. In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass die Behörden erstmals sogenannte „Allgemeinlizenzen“ erteilt haben, also Jahresgenehmigungen, die den Exportprozess beschleunigen sollen. Diese neuen Genehmigungen dürften sich erst ab dem kommenden Jahr spürbar in der Handelsstatistik niederschlagen.
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Zur AktienanalyseDie bislang veröffentlichten Jahreszahlen zeigen dennoch ein übergeordnet positives Bild für die chinesische Exportindustrie. Von Januar bis November summierten sich die Ausfuhren von Seltenen Erden auf 58.193,1 Tonnen, was einem Anstieg von 11,6 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Die jüngsten Entwicklungen deuten darauf hin, dass sowohl politische Vereinbarungen auf höchster Ebene als auch regulatorische Anpassungen eine unmittelbare Wirkung auf die internationalen Rohstoffströme entfalten. Marktbeobachter erwarten daher eine anhaltende Dynamik, sobald die neuen Genehmigungsprozesse vollständig greifen.


