Chinas Zentralbank kauft seit 17 Monaten ununterbrochen Gold
Die People's Bank of China erweiterte ihre Goldreserven im März erneut – trotz eines massiven Preiseinbruchs von 16 Prozent.

Die People's Bank of China hat ihre Goldeinkäufe im März fortgesetzt und damit die Serie auf 17 aufeinanderfolgende Monate ausgeweitet. Mit einem Zukauf von 160.000 Feinunzen stiegen die chinesischen Gesamtreserven auf 74,38 Millionen Feinunzen. Damit unterstreicht die chinesische Zentralbank ihren anhaltenden Willen, die Goldbestände des Landes systematisch auszubauen.
Der in US-Dollar gemessene Wert der chinesischen Goldreserven sank jedoch im März deutlich. Laut Daten der People's Bank of China fiel der Gesamtwert von 387,59 Milliarden US-Dollar im Vormonat auf 342,76 Milliarden US-Dollar. Ursache dafür war nicht ein Rückgang der physischen Bestände, sondern der erhebliche Preisrückgang beim Gold selbst.
Goldpreis bricht im März um 16 Prozent ein
Der Goldpreis verzeichnete im März einen Rückgang von 16 Prozent – ein deutlicher Einbruch, der bei Anlegern weltweit für Unruhe sorgte. Dieser Preisverfall löste unter Marktteilnehmern die Sorge aus, dass Verkäufe durch Zentralbanken ein wesentlicher Treiber dieses Rückgangs gewesen sein könnten. Viele Investoren beobachten das Verhalten großer staatlicher Akteure wie der chinesischen Notenbank daher besonders aufmerksam.
Darüber hinaus befürchten viele Marktteilnehmer weitere Auswirkungen auf den Goldmarkt, sollten Zentralbanken ihre Kaufpolitik ändern oder gar zu Verkäufern werden. China gilt als einer der bedeutendsten staatlichen Goldkäufer weltweit und hat mit seiner 17-monatigen Kaufserie ein klares Signal gesetzt. Die Fortsetzung der Käufe trotz des Preiseinbruchs zeigt, dass Peking seine Strategie der Reservediversifizierung konsequent verfolgt.
Hintergrund: Chinas Strategie der Reservediversifizierung
Für deutsche Privatanleger ist die Entwicklung in China aus mehreren Gründen relevant. Zentralbanken gehören zu den größten institutionellen Akteuren am Goldmarkt, und ihre Kaufentscheidungen können den Preis des Edelmetalls maßgeblich beeinflussen. Eine anhaltende Nachfrage seitens der People's Bank of China wirkt grundsätzlich stützend auf den Goldpreis.
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Zur AktienanalyseDie chinesische Zentralbank verfolgt seit Jahren eine Politik der schrittweisen Reduzierung ihrer Abhängigkeit vom US-Dollar in den Währungsreserven. Gold gilt dabei als wichtiger Baustein, da es unabhängig von einzelnen Währungen oder Staaten seinen Wert behält. Die nun auf 74,38 Millionen Feinunzen angewachsenen Reserven spiegeln diese langfristige strategische Ausrichtung wider.
Die Frage, ob Chinas Goldkaufrausch weiter anhält oder sich abschwächt, bleibt für den globalen Goldmarkt von zentraler Bedeutung. Anleger weltweit verfolgen die monatlichen Meldungen der People's Bank of China daher mit großem Interesse. Bislang zeigt Peking keinerlei Anzeichen, seine Kaufstrategie zu ändern.


